DaimlerChrysler verkauft Hyundai-Beteiligung
DaimlerChrysler will den 10,5 Prozent-Anteil an der südkoreanischen Hyundai Motor verkaufen und die Zusammenarbeit künftig auf Einzelprojekte beschränken. Eine Kooperation auf Projektbasis sei auch ohne Anteile möglich, teilten beide Automobilhersteller in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Den Anteil, den DaimlerChrysler 2000 und 2001 für 428 Millionen US-Dollar gekauft hatte, bewerten Marktbeobachter mittlerweile mit rund 860 Millionen US-Dollar. Beide Unternehmen begründeten das Ende der strategischen Allianz mit der erheblichen “Veränderung der globalen Nutzfahrzeug- und Automobilmärkte”. Dies habe zu einer veränderten Gewichtung der jeweiligen strategischen Ziele und zu einer entsprechenden Neuordnung der Zusammenarbeit geführt. “In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche strategische Optionen für das nachhaltige und profitable Wachstum des Nutzfahrzeuggeschäfts in Asien entwickelt”, erklärte Nfz-Vorstand Eckhard Cordes von DaimlerChrysler. Vor diesem Hintergrund sei man übereingekommen, sich zukünftig auf eine Zusammenarbeit bei Einzelprojekten zu konzentrieren. Im Rahmen der neuen Ausrichtung übernimmt Hyundai den 50-prozentigen Anteil von DaimlerChrysler am bestehenden Nfz-Joint-Venture, Daimler Hyundai Truck Corporation (DHTC). Damit verbundene Lizenz- und Geschäftsvereinbarungen werden aufgelöst sowie die Gespräche über ein gemeinsames Nutzfahrzeug-Joint-Venture in Korea beendet. Beide Unternehmen kündigten an, das Projekt für den Bau eines Vierzylinder-Weltmotors zusammen mit Mitsubishi Motors weiterführen zu wollen. Außerdem gebe es weiter gemeinsame Einkaufsaktivitäten: DaimlerChrylser beliefere Hyundai Motor weiter mit Omnibus-Motoren. Die Pkw-Modelle von Hyundai Atos und Verna würden im mexikanischen Markt durch ein Tochterunternehmen des deutschen Konzerns vertrieben.




