Krisenmanagement bei Ford
Nach GM auch Ford: Der zweitgrößte US-Hersteller wird weitere Stellen in Nordamerika streichen. Grund: massive Absatzprobleme und überkapazitäten. Ford hatte bereits angekündigt, 2005 rote Zahlen im Autogeschäft zu schreiben. In den ersten fünf Monaten brach der Absatz von Ford um sechs Prozent ein.Den zugleich steigenden Arbeitskosten will der Konzern nun mit dem weiteren Wegfall von fünf Prozent der Arbeitsplätze für Festangestellte in Nordamerika bis zum 1. Oktober begegnen. Das sind rund 1.700 Stellen. Bereits im April hatte Ford den Abbau von rund 1.000 Stellen angekündigt. Weltweit wurden alle Bonuszahlungen an Manager im Jahr 2005 gestrichen.Zudem erwartet Ford 2005 nun nur noch ein Ergebnis vor Sonderposten von einen bis 1,25 US-Dollar je Aktie. Bisher hatte das Unternehmen 1,25 bis 1,50 US-Dollarin Aussicht gestellt. Begründet werden die Einschnitte mit gesunkenem Absatz bei großen Pick-ups und SUVs sowie mit den Sanierungskosten der früheren Tochter Visteon, der Ford gerade unter die Arme greifen musste. 24 Fertigungs- und Entwicklungsstandorte des Zulieferers gingen komplett an den OEM über. Dafür wurden Verbindlichkeiten des Lieferanten von über zwei Milliarden US-Dollar gestrichen und die Leasingverträge für zirka 17 400 Fordmitarbeiter aufgelöst.Auch bei der Europa-Tochter wird es voraussichtlich zu einer umfassenden Neuorganisation in der Produktentwicklung kommen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch, dass es entsprechende Verhandlungen zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat gebe.




