Renault: Nettoergebnis gestiegen, Marge gesunken
27.07.2005
Renault konnte im ersten Halbjahr 2005 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent auf 21,324 Milliarden Euro erhöhen. 20,374 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent, trug der Automobil-Sektor bei. Der Finanzierungsbereich steuerte mit 950 Millionen Euro rund 1,6 Prozent weniger bei. Der Umsatz des Konzerns stieg schneller als der Fahrzeugabsatz, laut Unternehmen dank eines besseren Modell-Mixes und höherer Preise. Höheres NettoergebnisDas Nettoergebnis von Renault belief sich auf 2,211 Milliarden Euro nach 1,453 Milliarden Euro im Vorjahr. Es stieg um 52 Prozent. Renaults Anteil betrug 1,536 Milliarden. Zugute kam Renault dabei ein außerordentlicher Gewinn von 450 Millionen Euro, da Nissan den Transfer von Pensionsleistungen an die japanische Regierung abgeschlossen hat. Nissan, zu 44 Prozent im Besitz von Renault, steuerte 911 Millionen Euro zum Nettoergebnis bei. Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo, an dem Renault 22 Prozent hält, war mit 167 Millionen Euro dabei, 52 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Marge bei 4,4 ProzentDie operative Marge sank von 5,4 Prozent oder 1,1 Milliarden im Vorjahreshalbjahr mit jetzt 943 Millionen Euro auf 4,4 Prozent vom Umsatz. Die Anteile verlagern sich stärker auf den Finanz-Sektor, der mit 266 Millionen Euro bereits 28 Prozent seines Umsatzes beiträgt. Der Automobil-Sektor trägt zur Marge mit 677 Millionen nur noch 3,3 Prozent der Umsätze bei, im Vorjahr waren es noch 4,5 Prozent. Der Konzern rechnet aber weiterhin mit einer Marge von über vier Prozent im Gesamtjahr 2005.Fahrzeug-Absatz plus 3,8 ProzentDie Renault-Gruppe (Renault, Dacia und Renault Samsung) verkaufte in den ersten sechs Monaten 1,359 Millionen Pkw und “light commercial vehicles” – ein Plus von 3,8 Prozent oder 50.000 Einheiten. In Westeuropa hielten die Franzosen als führende Einzelmarke einen Marktanteil von 10,8 Prozent. Der Absatz außerhalb Westeuropas stieg um 17,5 Prozent und macht bereits 28,4 Prozent des Gruppen-Absatzes aus. Insbesondere in Russland und Lateinamerika konnte Renault zulegen. Für das Gesamtjahr erwartet Renault einen Marktanteil in Westeuropa wie im Vorjahr sowie weiteres Wachstum außerhalb Westeuropas durch seine Marken Dacia und Samsung.
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