US-Absatz im Juni kräftig gestiegen
Halbzeit in den USA: Im Juni wurden insgesamt 1,68 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein Zuwachs von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit einem Verkaufstag weniger. Dabei wurden insbesondere von Light Trucks wie Geländewagen, Pick-ups und Vans 979 000 Einheiten oder 20 Prozent mehr abgesetzt. Getragen wurden diese Zuwächse insbesondere durch die Rabattaktion von GM. Der Konzern konnte durch die seit Juni laufenden Mitarbeiterrabatte für alle Kunden sein Absatzminus von 6,3 Prozent aus den ersten fünf Monaten in ein Plus von 2,5 Prozent nach sechs Monaten drehen. Allein im Juni wurden mit 558 000 GM-Modellen über 41 Prozent mehr verkauft, im Vorjahresmonat waren es noch 380 000 Einheiten. Die Nachfrage nach Pick-ups von GM übertraf mit 382 601 Einheiten (plus 70 Prozent) sogar den Gesamtabsatz des Konzerns vom Vorjahresmonat. Der Lagerbestand von GM sank von 1,2 auf eine Million Einheiten. Zusätzlich habe man im Juni rund 150.000 Neukunden gewonnen, sagte Paul Ballew, Leiter der Industrie- und Marktanalyse bei GM. Konzernweit seien die Rabatte, gegenüber dem Vormonat, dennoch konstant geblieben, da man die Preisnachlässe bei den Neuwagen mit einer Verringerung der Rabatte auf Leasinggeschäfte kompensieren konnte. Anlass genug für GM die Mitarbeiter-Rabatte bis 1. August zu verlängern. Chrysler zog inzwischen nach und legte gleich noch eine Schippe obendrauf: Neben den bislang nur Angestellten vorbehaltenen Rabatten für einige Modelle sind für potenzielle Käufer zusätzlich im Juli noch bis zu 3 500 Dollar “Cash Back” drin. Ähnlich stark wie GM konnte kein Hersteller im Juni zulegen. Bei BMW kletterte der Absatz von Mini von 2.896 auf 3.607 Fahrzeuge um 25 Prozent, insgesamt büßten die Münchner aber 3,3 Prozent im Juni ein. Die verkauften Einheiten sanken von 27.909 auf 26.999. Für DaimlerChrysler bedeuten 238.274 abgesetzte Einheiten ein Plus von 5 Prozent. Lediglich Nissan (92.781 Einheiten) und Toyota (194.875 Einheiten) erhöhten neben GM ihre Absatzzahlen, mit 14 und zehn Prozent zweistellig. Die deutschen Autobauer außer Volkswagen und Mercedes verkauften in der ersten Jahreshälfte leicht mehr. Sie blieben aber ” abgesehen von Porsche ” unter dem Wachstum des Gesamtmarktes. Der lag dank den Zuwächsen von GM im Juni erstmals mit knapp 12,7 Millionen Verkäufen oder um 1,4 Prozent leicht höher als 2004. US-Absatz der Top Ten Januar bis Juni 2005Hersteller 1-6/2005 1-6/2004 +/- in %GM 2 352 370 2 295 621 +2,5Ford 1 615 633 1 692 822 -4,6DaimlerChrysler1 286 519 1 240 066 +3,8- Chrysler 1 187 894 1 135 898 +4,6- Mercedes-Benz 98 634 103 168 -4,4Toyota 1 114 070 1 004 637 +10,9Nissan 542 721 472 785 +14,8BMW 2) 144 843 115 737 +0,8Volkswagen 116 863 143 646 -21,0Mitsubishi 3) 67 257 94 339 -28,7Audi 38 145 37 915 +0,6Porsche 1) 17 266 16 699 +3,4____Quelle: Dow Jones/Unternehmensangaben; in Einheiten; 1) = USA und Kanada; 2) = inkl. Mini; 3) teils Produktionszahlen




