Bernhard kritisiert Luxus-Strategie von VW
VW-Markenvorstand Dr. Wolfgang Bernhard hat die Luxusstrategie für die Marke VW bei der Modellpolitik des Volkswagen-Konzerns kritisiert. "Ein Volumenhersteller, der glaubt, er könne sich in Luxus flüchten, weil dort die Früchte noch saftiger sind, unterliegt einem Irrglauben", sagte Bernhard dem Magazin Capital. Bernhard "wage zu behaupten: Auch dort werden die fetten Jahre bald zu Ende gehen." Der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech hatte als Vorstandsvorsitzender des Konzerns die Modellpalette der Marke VW in das Luxussegment ausgeweitet.Bernhard bekräftigte zudem seine Kritik an der im Vergleich zu den Wettbewerbern schwachen Produktivität von Volkswagen in Deutschland. Während Rivalen im Schnitt "25 Stunden oder weniger" brauchen, um ein Auto zusammenzubauen, benötige VW 50 Stunden, heißt es weiter in dem Bericht.Die Konsequenz daraus ist Bernhard zufolge dass "VW entweder Standorte in Frage stellen müsse, oder die Art und Weise, wie sie arbeiten".Der deutsche Teil von Volkswagen kann nach Bernhards Einschätzung nur überleben, weil "VW-Werke im Ausland oder Beteiligungen mit Quersubventionen helfen". Der Konzernbereich, in dem alle Geschäfte und Aktivitäten in Deutschland zusammengefasst seien, mache seit 2003 Verluste in Milliarden-Euro-Höhe, zitiert Capital den VW-Markenvorstand weiter.




