Einigung bei Getrag
Getrag wird nun doch keinen Standort in Deutschland schließen oder betriebsbedingt kündigen. Nachdem sich die Geschäftsführung mit Betriebsrat und Gewerkschaft einigen konnte, werden über ein neues Restrukturierungskonzept in der Produktion dennoch die nötigen 27 Millionen Euro eingespart, um die Unterstützung der Banken weiter zu behalten. "Wir sind mit dem erfolgreichen Abschluss der Gespräche zufrieden. Mit diesem Konzept können wir über die Reduzierung von strukturellen Sach- und Personalkosten das notwendige Einsparvolumen erreichen, das wir brauchen, um Getrag auch in diesen fordernden Zeiten nachhaltig auf dem Markt zu positionieren", kommentiert Dieter Schlenkermann, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Einigung. Zuvor hatte der Getriebebauer noch angekündigt, den Standort Ludwigsburg mit rund 380 Mitarbeitern schließen zu wollen. Nun wird der Standort zum Kompetenzzentrum für Motoren-Steuerräder umgebaut. Wesentliche Teile der Produktion inklusive der Arbeitsplätze werden an die Standorte Neuenstein und Rosenberg verlegt. Die Hartbearbeitung von Motoren-Steuerrädern wird dagegen in Ludwigsburg konzentriert und so ein “Center of Excellence” für diese Produkte geschaffen. Um die Kostenstruktur an die weltweit veränderten Rahmenbedingungen der Automobilbranche anzupassen, wird das Werk an eine noch festzulegende kleinere Produktionsstätte im Raum Ludwigsburg verlegt. An dieser neuen Ludwigsburger Betriebstätte werden dann 111 Menschen arbeiten. Die personelle überkapazität von 215 Stellen wird mithilfe von Arbeitsmarktinstrumenten in den kommenden 30 Monaten verringert, wenn es aus konjunkturellen Gründen notwendig ist.Darüber hinaus wird, wie bereits im November angekündigt, die Anzahl der Arbeitsplätze am Standort Untergruppenbach in den Zentralbereichen um 130 Stellen reduziert.




