Opel-Treuhandgesellschaft komplett
Die kurz vor der Insolvenz von General Motors (GM) gegründete Opel-Treuhandgesellschaft ist nun komplett und seit Dienstag arbeitsfähig. In das fünfköpfige Kontrollgremium zieht unter anderem der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers Continental, Manfred Wennemer, ein.

Im Beirat der Opel-Treuhandgesellschaft: Manfred Wennemer
Wennemer, der bei Continental bis einschließlich August 2008 den Vorsitz inne hatte, wird im Gremium den Bund vertreten. Vorsitzender ist der Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland, Fred Irwin. Für die Bundesländer mit Opel-Standorten zieht laut Medienberichten der FDP-Politiker und Insolvenzverwalter Dirk Pfeil aus Frankfurt ein. Weitere Beiräte sind der GM-Europa-Finanzchef Enrico Digirolamo und der GM-Produktplaner John Smith. Als Geschäftsführer kommen der Rechtsanwalt Alfred Hagebusch von der Kanzlei Wellensiek sowie der GM-Europa-Vizechef Eric Stevens zum Einsatz.
Die Treuhand verwaltet 65 Prozent der Opel-Anteile. GM hält die restlichen 35 Prozent, die GM nach Angaben der Süddeutschen Zeitung auch in Zukunft nicht abstoßen will. Die Treuhand-Gesellschaft soll bis zu einer Einigung von GM mit einem Investor über den Einstieg bei Opel die Anteile parken und die Verwendung des staatlichen Überbrückungskredits in Höhe von 1,5 Milliarden Euro überwachen. Die Treuhandgesellschaft beaufsichtigt die weiteren Verhandlungen mit dem Zulieferer Magna, der nach wie vor als Favorit für den Einstieg bei Opel gilt.




