Audi und BMW wollen Kurzarbeit beenden
Bei Audi sieht man Zeichen für eine Markterholung und will die Produktion bald wieder auf ein normales Niveau hochfahren. Auch BMW soll die Kurzarbeit bald vorbei sein.
Beide bayerischen Autobauer, Audi und BMW, wollen die Kurzarbeit bald beenden. Nach BMW kündigte nun auch Audi an, die Produktion im Spätsommer wieder auf ein normales Niveau hochzufahren. Lager, Angebot und Nachfrage haben sich laut Finanzchef Axel Strotbek wieder eingependelt. Dies sagte gegnüber der Börsen-Zeitung. Bei Volumenmodellen sei Audi gar nicht mehr von Kurzarbeit betroffen, beim A6 und A8 soll am Standort Neckarsulm nur noch bis Ende Juli an einigen Tagen kurzgearbeitet werden. Durch neue Modelle werde die Auslastung weiter verbessert. Im ersten Halbjahr hatte die VW-Tochter ein Zehntel weniger Fahrzeuge verkauft und sich damit im Vergleich zum Wettbewerb gut geschlagen.
BMW hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Produktion nach monatelanger Kurzarbeit in den deutschen Werken wieder hochzufahren. Im größten Werk Dingolfing in Niederbayern mit rund 19.000 Beschäftigten soll die Kurzarbeit in den Monaten September und Oktober ausgesetzt werden, schreibt die Financial Times Deutschland.
Die Einführung des neuen 5er-Modells Gran Turismo braucht in der Anlaufphase mehr Personal; in Leipzig steigt der Personalbedarf durch die Produktion des neuen Geländewagens X1. Im Februar waren in den deutschen BMW-Werken wegen des Absatzrückgangs noch rund 25.000 Menschen in Kurzarbeit, inzwischen sind es noch 12.000, der Großteil davon in Dingolfing. BMW schließt allerdings nicht aus, dass die Kurzarbeit nach dem Herbst dort wieder ausgeweitet werden muss.




