Renault: Keine schnelle Markterholung
Die Führung des französischen Automobilherstellers Renault rechnet nicht mit einer schnellen weltweiten Markterholung. Das meldet die Nachrichtenagentur Dow-Jones. Der Absatz der Gruppe stieg in Deutschland zwar im ersten Halbjahr 2009 um knapp 40 Prozent, in Frankreich liegen die Marken Renault und Dacia zeitgleich aber noch 7,4 Prozent unter dem Vorjahreshalbjahr.
Die Automobilmärkte werden sich 2010 gegenüber 2009 nicht verbessern, dies Erwartung äußerte zumindest Renault-CEO Carlos Ghosn (Bild) in einem Radio-Interview mit dem französischen Radiosender Europe 1. Das in Boulogne-Billancourt ansässige Unternehmen habe sich auf zwei harte Jahre vorbereitet.
Die Franzosen konnten weltweit 2007 rund 2,485,041 Einheiten, 2008 dann noch 2,382,230 Fahrzeuge verkaufen – ohne Allianzpartner Nissan. Die weltweite Produktion an Renault-, Renault-Samsung- und Dacia-Kfz sank zeitgleich von 2,635,753 auf 2,392,633 Einheiten. Der Umsatz ging 2008 um sieben Prozent auf 37,791 Milliarden Euro zurück.
In Deutschland stiegen die Zulassungen der Renault-Gruppe im ersten Halbjahr 2009 hingegen um 34.858 Einheiten, der Marktanteil wuchs auf 5,74 Prozent. Der Absatz der Marken Renault und Dacia stieg von Januar bis Juni – auch dank Umweltprämie – um 39,6 Prozent auf 122.965 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (Vorjahr 88.107 Einheiten). Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Marktdurchschnitt von plus 22,5 Prozent, heißt es aus dem Deutschland-Sitz in Brühl. Der Marktanteil kletterte um 0,71 Prozentpunkte (Marktanteil 2008: 5,03 Prozent). Die Renault Deutschland AG konnte damit laut eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2009 und zum 19. Mal in Folge ihre Position als stärkster Automobilimporteur auf dem deutschen Markt verteidigen.
In Frankreich hielt die Renault-Gruppe im Juni 2009 mit 75,943 verkauften Fahrzeugen einen Marktanteil von 27,8 Prozent. Der Verkauf im Juni 2009 war damit um 7,2 Prozent höher als ein jahr zuvor. Der Absatz in Frankreich lag aber im ersten halbjahr mit minus 7,4 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2008.




