Pkw-Verkauf in Europa: Erholung stabilisiert sich
Der Anstieg der Pkw-Verkäufe in Europa hat sich auch im August fortgesetzt. Um drei Prozent auf rund 828.000 Fahrzeuge ist der Absatz von Neuwagen laut dem Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) gestiegen – den dritten Monat in Folge.
Bereits im Juli und Juni hatten die Händler in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Norwegen und der Schweiz (Efta) Zuwächse um 2,8 beziehungsweise 2,4 Prozent verzeichnet, nach zuvor vierzehn Rückgängen in Folge. In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Autoverkäufe allerdings noch immer um 8,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die Verkäufe in den 18 Staaten Westeuropas (EU-15 und Efta) legten im August auf Jahressicht 7,8 prozent auf 770.468 Fahrzeuge zu. Dabei verzeichneten vor allem die Länder mit einer Abwrackprämie einen Anstieg. Den kräftigsten Zuwachs gab es in Deutschland mit plus 28,4 Prozent, gefolgt von Österreich mit plus 22,6 Prozent, Italien mit plus 8,5 Prozent, Frankreich mit plus sieben Prozent und Großbritannien mit sechs Prozent mehr. Nach fünfzehn Rückgängen in Folge stabilisierte sich auch der spanische Markt um 0,0 Prozent.
In den einst wachstumsstarken neuen EU-Ländern wurden dagegen 35,2 prozent weniger Wagen verkauft. Die Slowakei (plus 26,2%), die Tschechische Republik (plus 16,3%) und Polen (plus 3,1%) konnten zwar beim Fahrzeugverkauf gegenüber Vorjahresmonat zulegen, aber Ungarn mit minus 68,4 Prozent und Rumänien mit minus 71,9 Prozent mussten beträchtliche Rückgänge hinnehmen.
Nicht alle deutschen Autohersteller konnten von den in Europa gestiegenen Autoverkäufen profitieren. Die Volkswagen AG verkaufte im August europaweit gut 4,1 Prozent mehr Golf, Audi, Skoda und Co. Die Verkäufe bei BMW sanken dagegen um 5,4 Prozent, Daimler verkaufte sogar 25,5 Prozent weniger Mercedes und Smart.





