Bosch: Minus trotz mutiger Schritte
Trotz des langfristigen Denkens und der Öffnung neuer Märkte wird der Konzernumsatz des größten Automobilzulieferers Bosch um etwa 15 Prozent schrumpfen. Informationen des Handelsblatts zufolge schätzen hochrangige Manager des Konzerns das Umsatzminus auf etwa diese Höhe. Der Verlust könnte 2009 bis zu drei Mrd. Euro betragen. Dies wäre fast dreimal so viel, wie Vorstandschef Franz Fehrenbach im April angekündigt hatte, berichtet das Handelsblatt weiter. Im Frühjahr hätten die Umsatzerwartung noch bei einem Minus zwischen zehn und 15 Prozent gelegen. Der Bosch-Chef sprach jüngst auf der IAA in Frankfurt aber von einem Umsatzminus von 15 Prozent auf 38 Mrd. Euro im Konzern und warnte zugleich vor einem „deutlichen Verlust”.
Hauptverursacher für das schlechte Ergebnis sei die Kernsparte Autotechnik, berichtet sueddeutsche.de. Hier werde ein Rückgang um ein Fünftel erwartet. Die übrigen Bereiche Gebrauchsgüter, Industrietechnik und Gebäudetechnik könnten das nicht ausgleichen. 2008 hatte Bosch nach einem 87-prozentigen Gewinneinbruch einen Verlust gerade noch vermeiden können, weil die Weltwirtschaft in der ersten Jahreshälfte noch brummte.




