Chinesen kaufen Hummer
GM-Marke geht an den Maschinenbauer Sichuan Tengzhong.

GM hat die Marke Hummer an Chinesen verkauft: CEO Yang Yi von Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co., Ltd. (links), und Hummer-CEO James Taylor bei Hummer in Detroit kurz vor Verkündigung des Verkaufs. Bild: John F. Martin/GM
Die amerikanische Geländewagenmarke Hummer wird chinesisch. Der Mutterkonzern General Motors (GM) verkauft Hummer nach monatelangen Verhandlungen an den Maschinenbauer Sichuan Tengzhong und den Privatunternehmer Suolang Duoji.
Hummer brachte GM zuletzt Verluste, der Absatz ist angesichts hoher Spritpreise und der Wirtschaftskrise eingebrochen. Der Kaufpreis beträgt laut Berichten von US- Medien wohl rund 150 Millionen US-Dollar. Die Chinesen bekommen neben den Markenrechten auch die Baupläne für die Modelle und den Zugriff auf das Vertriebsnetz. 80 Prozent kauft Thengzhong über eine Investment-Einheit, die restlichen 20 Prozent soll eine Holding des Privatunternehmers Suolang Duoji halten, dessen Thenardit-produzierendes Mineralien-Unternehmen Lumena in Hongkong gelistet ist.
Bis mindestens Mitte 2011 werden die Geländewagen aber noch bei GM produziert. Eine optionale Verlängerung könnte die Fertigung in den US-Werken Shreveport und Mishawaka sogar noch bis Juni 2010 aufrechterhalten und über 3.000 Jobs in den USA sichern. Der bisherige CEO James Taylor wird das Unternehmen weiter führen.
Credit Suisse als Finanzberater und Shearman & Sterling als Rechtsberater begleiten die Transaktion aufseiten von Thengzhong, Citi ist GM’s Finanzberater.




