Elektro-Smart ab 2012
Daimler hat den Startschuss für die Großserienfertigung eines Elektro-Smarts im französischen Werk Hambach gegeben.

Smart-Werk im französischen Hambach wird Produktionsstandort für die Großserienproduktion des smart fortwo electric drive - Bekanntgabe der Standortentscheidung am 8. Oktober 2009 anlässlich des Besuchs des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy: Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars (links) und Präsident Nicolas Sarkozy (rechts). Bild: Daimler
Die Stuttgarter investieren nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag, damit dort ab 2012 der Kleinwagen mit Lithium-Ionen-Batterie in Großserie vom Band rollt. Rund 15 Prozent der Gesamtinvestitionen für den neuen Wagen sollen aus Subventionen vom französischen Staat und der Regionalregierung kommen.
In dem Werk im lothringischen Hambach werden auch alle Versionen des Kleinstwagens mit Verbrennungsmotor gebaut. Bereits ab November 2009 werde dort eine Kleinserie mit 1.000 E-Fahrzeugen produziert, die ab Ende dieses Jahres an Kunden ausgeliefert werden soll.
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Der smart fortwo electric drive ist ein Beleg dafür, dass emissionsfreies Fahren im städtischen Umfeld bereits heute möglich ist. Der Anlauf der ersten Serienproduktion beginnt jetzt mit 1.000 Fahrzeugen, von denen die ersten Ende dieses Jahres an Kunden ausgeliefert werden. Ab 2012 wird der smart electric drive dann Teil des ganz normalen Produktprogramms von smart sein. Mit der Standortentscheidung für das Stammwerk in Hambach stellen wir wichtige Weichen – sowohl für die Serienfertigung von Elektrofahrzeugen als auch die Zukunftsfähigkeit dieses hochinnovativen Produktionswerkes.”
Daimler soll laut Konzernchef Zetsche eine Führungsrolle bei grünen Technologien einnehmen. Dazu hat man bereits mit dem Industriekonzern Evonik ein Gemeinschaftunternehmen zur Entwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Akkus im sächsischen Kammanz gegründet. Die Smart-Großserie soll bereits mit Lithium-Ionen-Batterien aus dem eigenen Hause bestückt werden.
Doch für die Kleinserie stammen die Batterien noch vom kalifornischen Elektro-Sportwagenbauer Tesla, an dem die Stuttgarter seit Mitte Mai beteiligt sind.
Neben dem Smart plant Daimler auch für die Kernmarke Mercedes eine Elektroversion. Die Wagen sollen auf Basis der Kompaktwagen der A- und B-Klasse stehen. Die Studie namens BlueZero gab darauf bereits einen Ausblick, siehe auch die Titelstory der September-Ausgabe von AUTOMOBIL PRODUKTION.




