Mahle kauft Autogeschäft von KTM Kühler
Der Kolbenspezialist Mahle erweitert mit dem Autokühlergeschäft des österreichischen Zulieferers sein Engagement im Bereich Thermomanagement; Stellenabbau des Konzerns in Deutschland befürchtet.
Die Produktion am Standort Mattighofen mit 120 Mitarbeitern werde weitergeführt, sagte eine Unternehmenssprecherin laut einer dpa-Meldung. Im vergangenen Jahr erzielte die KTM Kühler GmbH mit der Sparte einen Umsatz von 15 Millionen Euro.
Laut Unternehmensangaben erweitere Mahle damit sein Engagement im Bereich Thermomanagement und komplettiere seine globalen Aktivitäten für Öl-Wasser-Wärmetauscher für Motor- und Getriebeanwendungen und Ölfiltermodule. Durch Thermomanagement lasse sich der Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß von Verbrennungsmotoren optimieren. Weitere Anwendungsgebiete finden sich im Bereich alternativer Antriebe. Der Erwerb stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Kartellamts. Das Closing sei für Ende Dezember 2009 geplant.
Mahle kämpft wie andere Zulieferer auch seit Monaten mit der massiven Branchenkrise und hat in der ersten Hälfte 2009 Verlust gemacht. Der Umsatz brach um fast ein Drittel auf 1,8 Milliarden Euro ein.
Der Kolbenspezialist hat mehr als 44.000 Mitarbeiter. Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten könnten 2010 über 800 der mehr als 8.800 Mahle-Stellen im Inland gestichen werden – jede elfte Stelle. Allein in Stuttgart könnten diese Streichungen 250 Beschäftigte treffen. Gespräche über Einsparmaßnahmen hat das Unternehmen bestätigt, Details aber nicht genannt. Bis Ende März 2010 existiert noch ein Beschäftigungssicherungsvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Mahle-Chef Prof. Heinz Junker hält eine flächendeckende Verlängerung dieser Vereinbarung allerdings nicht für realistisch.






