Mercedes erweitert das Werk in Rastatt

23.10.2009

Daimler investiert 600 Millionen Euro in Kompetenzzentrum für Kompaktfahrzeuge und baut eine neue Karosserierohbauhalle.

Daimler-Chef Zetsche bei der Eröffnung "Mit dieser bedeutenden Investition stellen wir die Weichen für unsere Zukunft im Kompaktwagensegment und sichern langfristig den Standort Rastatt" (Bild: Mercedes)

Daimler-Chef Zetsche bei der Eröffnung "Mit dieser bedeutenden Investition stellen wir die Weichen für unsere Zukunft im Kompaktwagensegment und sichern langfristig den Standort Rastatt" (Bild: Mercedes)

Mit der Erweiterung des Werks Rastatt und der damit
verbundenen Investition von 600 Millionen Euro baut Mercedes-Benz sein
Kompetenzzentrum für Kompaktfahrzeuge weiter aus. Zusätzlich entsteht
für weitere 800 Millionen Euro ein neues Werk im ungarischen Kecskemét.
Insgesamt investiert das Unternehmen damit rund 1,4 Milliarden Euro in
die beiden Standorte. Ab Ende 2011 laufen in Rastatt die ersten Fahrzeuge
der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse vom Band.

“Mit dieser bedeutenden Investition stellen wir die Weichen für unsere Zukunft
im Kompaktwagensegment und sichern langfristig den Standort Rastatt. Wir
investieren zudem auch weiter in unsere Standorte in Deutschland, allein in den
Jahren 2009 und 2010 rund drei Milliarden Euro”, sagte Dr. Dieter Zetsche,
Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. “Die
Erweiterung des Werks Rastatt ist ein klares Bekenntnis zu unserem
Kompetenzzentrum für Kompaktfahrzeuge und der ausgezeichneten Leistung der
Rastatter Mitarbeiter”, so Zetsche weiter.

“Die Erweiterung des Werkes von Mercedes-Benz in Rastatt ist ein Symbol für
den Erfindungsreichtum und die Exportstärke unseres Landes. Zugleich ist sie
ein Signal dafür, gerade in Zeiten der Krise weiter zu investieren und damit
Technologiearbeitsplätze für die Zukunft zu erhalten und zu schaffen”, sagte der
baden-württembergische Finanzminister Willi Stächele anlässlich der
Werkserweiterung in Rastatt.

In Rastatt ist in Ergänzung zu den bestehenden Gebäuden eine weitere
Produktionshalle entstanden, in der demnächst der Aufbau der
Produktionsanlagen für den Karosserierohbau beginnt. Für diese Halle ist eine
direkte Bahnanbindung vorgesehen, so dass Teile direkt in der Produktion
angeliefert und dort entladen werden können.

Der zusätzliche Karosserierohbau hat eine Grundfläche von rund 66.000 Quadratmetern. Dort werden auch Teile
aus der Region verbaut: Im nahe gelegenen Kuppenheim erfolgte im Juni der Spatenstich für ein neues Mercedes-Benz Presswerk, das ab 2011 unter anderem Außenhautteile für die Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse produzieren
wird. Die Gesamtinvestitionen für das Presswerk in Kuppenheim belaufen sich auf rund 70 Mio. EUR.

“Für die Wettbewerbsfähigkeit im preissensiblen Kompaktfahrzeugsegment sind
die Produktionskosten ein wesentlicher Faktor: Der Produktionsverbund der
Werke Rastatt und Kecskemét wird hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten”,
sagte Rainer Schmückle, Chief Operating Officer Mercedes-Benz Cars. “Drei von
vier Fahrzeugen der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse kommen künftig
aus dem Werk Rastatt. Damit bleibt der Standort ein zentraler und bewährter
Bestandteil unseres Produktionsnetzwerks.”

In Kecskemét, Ungarn, begannen vor wenigen Tagen mit der Grundsteinlegung
offiziell die Bauarbeiten. Damit startete der Aufbau für die Fahrzeug-Lackierung
der neuen Fabrik, die als erstes Gebäude entsteht, ab Anfang kommenden Jahres
sollen der Rohbau und die Montagehalle folgen. Die beiden Werke bilden einen
Produktionsverbund. Ab Ende 2011 werden die ersten Modelle der
Nachfolgegeneration in Rastatt produziert, in Ungarn ist der Produktionshochlauf
2012 vorgesehen.

Die wichtigsten Märkte für die Kompaktfahrzeuge aus Rastatt sind Deutschland,
Italien, Frankreich und Großbritannien. In diesem Jahr feierte die B-Klasse ihren
erfolgreichen Marktstart in China. Dort hat sie einen Marktanteil von 25 Prozent
und liegt damit deutlich über den Erwartungen.

Ab Ende 2010 wird die Produktion im Werk Rastatt zudem mit der Kleinserie
einer elektrisch betriebenen A-Klasse E-Cell erweitert. Peter Wesp, Leiter des
Mercedes-Benz Werks Rastatt: “Mit der Kleinserien-Produktion der A-Klasse
E-Cell wird das Werk Rastatt einmal mehr seine Kompetenz für Premium-
Kompaktfahrzeuge beweisen. Auch auf die Nachfolgegeneration der A- und
B-Klasse bereiten sich die Mitarbeiter schon jetzt intensiv vor – wir sind also für
die Zukunft bestens gerüstet und hoch motiviert.”

Das Werk Rastatt ist das Mercedes-Benz Kompetenzzentrum für
Kompaktfahrzeuge, dort arbeiten rund 5.700 Mitarbeiter. Mit dem
Produktionsbeginn der A-Klasse startete 1997 eine neue Fahrzeuggeneration.
Seit 2005 läuft zudem die Mercedes-Benz B-Klasse von den Rastatter Bändern, bis
heute wurden mehr als 500.000 B-Klassen produziert. Die beiden
Kompaktfahrzeuge begeistern ihre Kunden vor allem durch ihr einzigartiges
Sicherheitskonzept, ihr Platzangebot sowie eine perfekte Variabilität.

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