Starke Zahlen für Audi
Trotz Wirtschaftskrise gibt Audi weiter Gas. In einem Interview mit der “Financial Times Deutschland” prognostiziert Finanzvorstand Axel Strotbek eine Rendite der ersten drei Quartale 2009, die über fünf Prozent liegt.
Der Autobauer Audi kann weiter Erfolge vermelden. Wie die “Financial Times Deutschland” berichtet, stellte Finanzvorstand Axel Strotbek “sehr gute operative Ergebnisse” für die ersten drei Quartale in Aussicht.
“Unsere Rendite wird in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres trotz Krise bei mehr als fünf Prozent liegen.” Er erwarte, dass die VW-Tochter damit einen Spitzenwert in der Branche erreiche, fügte Strotbek an.
Im ersten Halbjahr hatte Audi ein Viertel weniger Gewinn eingefahren: Das Ergebnis nach Steuern war auf 697 Mio. Euro eingebrochen. Operativ kam das Ingolstädter Unternehmen auf einen Gewinn von 823 Mio. Euro, 37 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Strotbek bekräftigte damals, Audi wolle 2009 ein “deutlich positives operatives Ergebnis” einfahren, auch wenn dieses wegen der Absatzkrise unter dem Vorjahreswert von 2,8 Mrd. Euro liegen werde. Das zweite Halbjahr 2009 werde schwierig, sagte der Manager im Juli.
Wie die “FTD” weiter ausführt, profitieren die Ingolstädter anders als Daimler und BMW von den Kooperationen mit Schwestermarken im VW-Konzern und dadurch von enormen Einsparmöglichkeiten bei Material- und Entwicklungskosten.
So werden verschiedene Modelle wie der Audi A4 und der VW Passat aus einem Baukasten bestückt. Die Konkurrenz suche derzeit noch nach Kooperationspartnern.
Damit befindet sich Audi auf dem besten Weg, mittelfristig der die Nummer 1 im Premiumsegment zu sein. In Westeuropa haben die Ingolstädter dieses Ziel schon erreicht. Laut Berechnungen des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA erreichte Audi im Zeitraum von Januar bis September 2009 einen Marktanteil von 4,5 Prozent.
Die Marke Mercedes-Benz liegt bei 4,2 Prozent, BMW ohne Mini bei 4,1 Prozent. “Wir konnten die Marktanteile im laufenden Jahr in vielen wichtigen Regionen ausbauen, etwa in Westeuropa und den USA”, sagte Strotbek.
Doch die Offensive geht weiter: Audi plant, seine Modellpalette bis 2015 auf mehr als 40 Fahrzeuge auszubauen, davon mehrere im Kleinwagensegment.
“An Produktinvestitionen haben wir nicht gespart und werden wir auch künftig nicht sparen”, so Strotbek. Seinen Angaben zufolge investiert Audi jedes Jahr rund zwei Milliarden Euro in neue Produkte und Technologien.





