Boysen: erstmals seit 1979 leichter Umsatzrückgang
Der Umsatz der Friedrich Boysen GmbH & Co. KG wird im laufenden Geschäftsjahr (31. Dezember 2009) geringfügig unter dem Wert des Vorjahres bleiben. Das kündigte Geschäftsführer Rolf Geisel (Foto) am Mittwoch in Altensteig im Nordschwarzwald an. „Die Automobilkrise hat in unserem Unternehmen tiefe Spuren hinterlassen”, sagte Geisel. „Bei anhaltend stabilem Geschäftsverlauf werden wir dieses Jahr rund 630 Millionen Euro umsetzen – zwei bis drei Prozent weniger als im Vorjahr.” Für 2008 hatte Boysen einen Umsatz in Höhe von 645 Millionen Eu-ro ausgewiesen.Rückläufig sei neben dem Umsatz auch das Ergebnis, so Geisel. Die gute Nachricht sei jedoch, dass Boysen keine roten Zahlen schreiben werde. „Stand heute gehe ich davon aus, dass wir das Geschäftsjahr mit einer schwarzen Null beenden”, sagte der Unternehmer. Das Ergebnis sei für sich betrachtet natürlich nicht zufriedenstellend, aber vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation durch-aus respektabel. „Es gibt nicht mehr viele Zulieferer, die im Krisenjahr 2009 keine Verluste schreiben werden.”
„Um das angestrebte Wachstum zu generieren, halten wir uns diverse Optionen offen”, so Rolf Geisel. Boysen sondiere derzeit eine Reihe unterschiedlicher Märkte und prüfe verschiedene Perspektiven. „In einem ersten Schritt werden wir unser Leistungs-angebot in Richtung Nutzfahrzeuge erweitern. Dar-über hinaus gibt es konkrete Überlegungen, bislang völlig neue Geschäftsfelder außerhalb der Fahrzeug-industrie zu erschließen.”




