Mercedes C-Klasse bald aus den USA?
Das Daimler-Management plant die für 2014 angedachte nächste Generation der Mercedes C-Klasse nicht mehr wie bislang in Deutschland, sondern in den USA zu produzieren. Wie das Handelsblatt berichtet, könnte auf der heutigen Vorstandssitzung womöglich eine Entscheidung darüber fallen. Die Zeichen stünden auf Verlagerung, meldet das Blatt weiter und zitiert einen Sprecher, der sagte: „Es gibt keine Entscheidung.” Ob sich der Vorstand heute entscheiden werde, sei aber nicht gewiss. Daimler-Finanzchef Bodo Uebber habe aber angekündigt, spätestens bis Mitte Februar eine Entscheidung zu treffen.
Eine Verlagerung der C-Klasse-Produktion käme einem Dammbruch gleich, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Bislang baue Daimler nur große Geländewagen und Vans in USA, die C-Klasse wäre das erste Volumenmodell der Stuttgarter, das in den Staaten produziert würde. Vor allem Finanzvorstand Bodo Uebber gelte als Anhänger einer Verlagerung.
Die Verlagerungs-Pläne der Produktion in die USA treffen auf erbitterten Widerstand der Mitarbeiter. Im Mercedes-Werk in Sindelfingen appellierten nach Angaben der FTD etwa 10.000 Beschäftigte an den Vorstand, die neue Generation nicht in den Staaten bauen zu lassen. Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm sagte nach Angaben des Blattes, die Produktion des Modells sei für die Beschäftigung im größten inländischen Werk unerlässlich. Allein in Sindelfingen wären 3.000 Arbeitsplätze in Gefahr, bei Zuliferbetrieben könnten weitere 2.000 Stellen wackeln, weiß das Handelsblatt. Wie die FTD berichtet, halten Experten den Weg der Fertigungs-Verlagerung allein schon aus Gründen der Absicherung von Wechselkursschwankungen für unausweichlich.






