Personalkarussell bei GM und Opel dreht sich weiter

11.12.2009, 12:22 Uhr

Nick Reilly wurde mit Wirkung zum 4. Dezember 2009 zum Präsidenten von General Motors Europa ernannt. Er und Walter Borst, Vice President and Treasurer, GM Corporate Finance (kleines Bild), wurden zudem als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH berufen.Mit Sitz in Rüsselsheim, Deutschland, verantwortet Reilly nun das gesamte Geschäft von Opel/Vauxhall weltweit. Darüber hinaus ist er für alle anderen geschäftlichen Aktivitäten von GM Europa, wie Chevrolet Europe, verantwortlich. Reilly war zuvor GM Executive Vice President und Präsident von GM International Operations (GMIO). Er war darüber hinaus Vorstandsvorsitzender der GM Daewoo Auto and Technology Company und von Shanghai GM (SGM).

opel-walterborstdamimgrefattrib-imagerefw_200Mit Wirkung vom 1. Dezember 2009 haben die Gesellschafter der Adam Opel GmbH zudem Reilly und Walter Borst, den Vice President and Treasurer, GM Corporate Finance, als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH berufen.

Reilly und Borst ersetzen Bob Lutz, der auf eigenen Wunsch sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates niedergelegt hat, sowie Carl-Peter Forster, der bereits vor kurzem sein Amt niedergelegt hatte.

Forster musste nach der gescheiterten Übernahme von Opel durch den kanadisch-österreichischen Zulieferkonzern Magna gehen. Und seinen Vice Chaiman Lutz hat der neue GM-Boss und Verwaltungsratsvorsitzende Ed Whitacre, der zuvor schon den Übergangs-CEO Fritz Henderson abgelöst hat – nur sechs Monate, nachdem US-President Obama den alten GM-Chef Rick Wagoner gefeuert hatte – von seiner Marketing-Rolle entbunden, damit er ihn in die Geheimnisse der Fahrzeugentwicklung und Produktplannung einweiht.

Vita Reilly:

gme-reilly-262983_1_Reilly ist gebürtiger Brite und hat einen Abschluss der Universität Cambridge. In Anerken-nung seiner Verdienste um die britische Automobilindustrie wurde er im Jahr 2000 zum Commander of the British Empire (CBE) ernannt. Er hat die britische Regierung in Fragen der Berufsausbildung und des integrierten Transports beraten. Außerdem hat er den Global CEO Prize 2006 der koreanischen Academy of International Business erhalten. Reilly ist stellvertretender Vorsitzender des Seoul International Business Advisory Council (SIBAC), ehemaliger Chairman des U.S. National Center for Asia-Pacific Economic Cooperation (NCAPEC), und war Mitglied des U.S. APEC Business Advisory Council (ABAC).

Nick Reilly begann seine Karriere bei GM in der früheren Detroit Diesel Allison Division in Großbritannien. Von 1978 bis 1984 bekleidete er verschiedene Führungspositionen bei General Motors in Belgien, Großbritannien und Mexiko. Zu Vauxhall Motors nach England kehrte er als General Operations Manager Aftersales zurück. Später war er Einkaufschef von Vauxhall und wurde 1986 zum Direktor ernannt.

1987 wurde Reilly zum Vice President Operations und zum Mitglied des Board of Directors von IBC Luton ernannt, dem GM Joint-Venture mit Isuzu. 1990 wurde er Fertigungsdirektor des englischen Werks Ellesmere Port. Vier Jahre später übernahm Reilly neue Aufgaben als Vice President Quality and Reliability bei GM Europa in Zürich und wurde Mitglied des GM Europe Strategy Board. Er kehrte 1996 als Chairman und Managing Director von Vauxhall nach Großbritannien zurück.

1997 wurde er zum GM Vizepräsidenten ernannt. 2001 übernahm Reilly neue Aufgaben als Vice President Sales, Marketing and Aftersales bei GM Europa in Zürich. Von dort ging er nach Korea, wo er ab Januar 2002 zunächst das GM Transition Team bei der Gründung von GM Daewoo leitete. Mit der Gründung des Unternehmens im Oktober 2002 übernahm Reilly die neue Position des President and Chief Executive Officer von GMDAT. Im Juli 2006 wurde er zum GM Group Vice President und President of GM Asia Pacific ernannt.

 
 

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