TRW: Neues Entwicklungszentrum
Eng vernetzt mit deutschem Standort Koblenz und anderen europäischen Zentren soll das neue Zentrum von TRW im US-amerikanischen Livonia Fahrerassistenz-Systeme entwickeln.

Hat Verstärkung im nordamerikanischen Livonia bekommen: das TRW-Entwicklungszentrum in Koblenz. - Bild: TRW
Das neue, zweite Entwicklungszentrum für Fahrerassistenzsysteme (FAS) nahe der US-Zentrale der TRW Automotive Holdings Corp. in Livonia, Michigan, soll eng mit den europäischen FAS-Zentren im englischen Birmingham und in Koblenz, Deutschland, zusammen arbeiten. Eine weitere Vernetzung besteht mit dem Fertigungsstandort für Radarsysteme in Brest, Frankreich. Ed Carpenter, Vice President Global Electronics, meint: „Wir halten den Bereich Fahrerassistenzsysteme für einen besonders wichtigen Wachstumsfaktor für den geplanten, weltweiten Ausbau unserer Elektronik-Sparte. Mit der Eröffnung eines zweiten FAS-Entwicklungsstandorts in Nordamerika setzen wir ein weiteres Signal für diesen Geschäftsbereich und die Kunden aus dieser Region. Wir glauben, dass diese wichtigen Sicherheits- und Komforttechnologien hier eine große Zukunft haben.”
Der Schwerpunkt der Test- und Entwicklungsarbeit des neuen Standortes liegt auf der Applikation von Radarsystemen für nordamerikanische Kunden. Daher besteht außerdem eine Kooperation mit dem nahe gelegenen Kamera-Entwicklungszentrum des Konzerns in Farmington Hills. Außerdem können in der Region existierende Labors und Testgelände von den Ingenieuren genutzt werden.
Das neue Technologiezentrum wird sich zudem auf die Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme auf Fahrzeug- und Applikationsebene spezialisieren. Dabei profitieren die Ingenieure davon, dass im benachbarten TRW-Technologiezentrum für Bremsen in Livonia Hunderte von Fachkollegen aus Design, Test, Mechanik, Elektronik und Applikationsentwicklung unmittelbar vor Ort sind.
Besonders stark sieht sich TRW im Bereich Fahrerassistenzsysteme bei radarbasierter Kollisionswarnungstechnik. Bereits seit 2002 beliefert TRW seine Kunden mit der darauf basierenden Adaptive Cruise Control (ACC) und hat zudem 2008 einen Kamera-basierten, aktiven Spurhalteassistenten auf den Markt gebracht. Als weiteren Entwicklungsschritt integriert TRW in Demonstrationsfahrzeugen die verschiedenen Technologien, um so die Fahrsicherheit weiter zu verbessern.
Martin Thoone, Vice President Global Electronics Engineering, ist überzeugt: “Wir können unseren Kunden mit dem Ausbau und der Vernetzung der FAS-Entwicklungszentren in Nordamerika Unterstützung für das gesamte Portfolio der FAS-Anwendungen, einschließlich Kamera, Radar und Sensorfusion, zur Verfügung stellen. Damit sind wir einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu unserer Vision der ‘Kognitiven Sicherheit’. Denn wir können nun beispielsweise unser Bremsen-Know-how aus Livonia mit unseren Fachkenntnissen über passive Sicherheit aus Farmington Hills kombinieren. Damit schaffen wir die einzigartige Möglichkeit, alle Fahrerassistenz-Funktionen anbieten zu können, die sich aus der Integration von aktiver und passiver Sicherheit entwickeln lassen.”
Mit einem Umsatz von 15,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 rangiert TRW Automotive unter den weltweit führenden Automobilzulieferern. Das US-Unternehmen ist über seine Niederlassungen in 26 Ländern präsent und beschäftigt weltweit rund 60.000 Mitarbeiter. Zu den wichtigen Produkten des Konzerns zählen etwa integrierte Fahrzeugregel- und Fahrerassistenzsysteme, Brems-, Lenk- und Fahrwerksysteme, Insassenschutzsysteme (Sicherheitsgurte und Airbags), Elektronik, Motorkomponenten sowie Befestigungssysteme.




