TRW senkt Schulden auf Rekordtief

01.03.2010, 6:55 Uhr

TRW veröffentlicht die Finanzergebnisse nach US-GAAP für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2009. Demnach betrug der Umsatz 3,4 Milliarden USD, was einer Steigerung um 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Unternehmen berichtet einen Nettogewinn von 141 Millionen USD im vierten Quartal oder 1,18 USD pro Aktie, verglichen mit einem Nettoverlust von 946 Millionen USD oder 9,35 USD pro Aktie im Vorjahr.

„Unser starkes viertes Quartal und das gute Ganzjahresergebnis zeigen, dass TRW nicht nur die Herausforderungen gemeistert hat, denen sich die Automobilindustrie 2009 stellen musste, sondern als weltweiter Konzern gestärkt daraus hervorgeht”, sagte John C. Plant, President und Chief Executive Officer. „Inmitten der schlimmsten Rezession war TRW in Hinblick auf das operative Geschäft und den Nettogewinn profitabel. Wir konnten im dritten Jahr in Folge einen positiven Cashflow generieren, die Schulden auf den niedrigsten Stand der Unternehmensgeschichte verringern und unsere Kapitalstruktur durch Eigenkapitalerhöhung und Verlängerung der Kreditlinien weiter verbessern. Die positiven Geschäftsergebnisse und unsere gestärkte Bilanz bilden eine solide Grundlage, um in Zukunft weiter zu wachsen.”Viertes Quartal 2009
Das Unternehmen erzielte im vierten Quartal 2009 einen Umsatz von 3,4 Milliarden USD. Dies entspricht einer Steigerung um 571 Millionen USD oder 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vorjahr profitierte TRW im vierten Quartal 2009 durch höhere Produktionsvolumina von einem höheren Umsatz in Europa und den anderen Regionen. Zusätzlich wirkten sich Währungsschwankungen im vierten Quartal im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum ebenfalls positiv auf den Umsatz aus.

Gesamtjahr 2009
TRW erzielte einen Gesamtjahresumsatz von 11,6 Milliarden USD. Dies entspricht einem Rückgang von 3,4 Milliarden USD oder 22,5 Prozent gegenüber 2008. Der Umsatzrückgang basiert auf deutlich reduzierten Produktionsvolumina und auf negativen Fremdwährungseffekten verglichen mit dem Vorjahr.

Die Jahresergebnisse 2009 und 2008 umfassen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 100 Millionen USD und Sonderabschreibungen in Höhe 145 Millionen USD. Zusätzlich fielen für das Unternehmen 2009 einmalige Abschreibungskosten auf die Marke in Höhe von 30 Millionen USD an. 2008 leistete TRW Abschreibungen auf den Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 787 Millionen USD.

Das Unternehmen wies für 2009 einen Nettogewinn von 55 Millionen USD oder 0,51 USD pro Aktie aus, verglichen mit einem Nettoverlust von 779 Millionen USD oder 7,71 USD pro Aktie im Jahr 2008. Ohne Sonderposten beläuft sich der Netto-Jahresgewinn 2009 auf 137 Millionen USD oder 1,26 USD pro Aktie, im Vergleich zu einem Nettogewinn von 153 Millionen USD oder 1,50 USD pro Aktie im Vorjahr.

Ausblick 2010
TRW rechnet für 2010 mit einem Automobil-Produktionsvolumen von rund 10,8 Millionen Einheiten in Nordamerika sowie einem Volumen von 16,0 Millionen Einheiten in Europa . Das bedeutet eine entsprechende Steigerung um 27 Prozent bzw. ein Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zu 2009. Auf Basis dieser Annahmen und den Wechselkurserwartungen rechnet TRW für 2010 mit einem Jahresumsatz zwischen 12,3 und 12,9 Milliarden USD bzw. mit ca. 3,4 Milliarden USD im ersten Quartal. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass die momentane Erholung auf dem nordamerikanischen Markt und die Erfolge aus den in 2009 veranlassten Maßnahmen gegen den Abschwung, die höheren Pensionsaufwendungen, steigenden Rohstoffpreise und weiteren Einflüsse in 2010 aufwiegen werden.

„Wir sind optimistisch, dass sich der positive Stimmungswandel, der die Branche im zweiten Halbjahr 2009 ergriffen hat, auch im Jahr 2010 fortsetzt”, sagte John C. Plant. „Zu Beginn des neuen Jahrzehnts ist TRW mit seinem einzigartigen diversifizierten Portfolio, seinen Schlüsseltechnologien und einer verbesserten Kosten- und Kapitalstruktur gut aufgestellt, um auf den Erfolg aus 2009 aufzubauen.”

 
 

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