Neuer Mitsubishi ASX startet durch

30.06.2010, 15:56 Uhr

Mitsubishi startet dieser Tage mit dem kompakten Crossover ASX. Der fünftürige SUV (ein Benziner mit 2WD, ein Diesel wahlweise mit 2WD und 4WD) ist unterhalb des Outlander angesiedelt und wartet mit einigen technischen Highlights auf. So hat der japanische OEM  im Diesel etwa die variable Ventilsteuerung für die Einlassseite – kurz MIVEC – adaptiert, womit der 1,8-Liter-Motor der erste Selbstzünder mit diesem System ist. Zudem wartet das Aggregat mit einem sehr niedrigen Verdichtungsverhältnis auf.

Mitsubishi ASX mit markentypischer "Jetfighter-Front"

Das Kürzel ASX steht für ‘Active Smart Crossover’. Mitsubishi will mit diesem Fahrzeug, das den firmentypisch markanten Grill – so genannte Jetfighter-Front – aufweist, ein familientaugliches Mobil anbieten, das sich im eigenen Hause unterhalb des Outlander einordnet und das hierzulande auch außerhalb des SUV-Segments Kunden für den japanischen OEM angeln könnte. Martin van Vugt, Sprecher der Geschäftsleitung von Mitsubishi Motors Deutschland, kann sich anlässlich der Fahrvorstellung durchaus vorstellen, mit dem 4,30-Meter-Auto auch Kunden eines Golf Plus einzufangen.

Der ASX, so Vugt weiter, passe in die aktuelle Welt, da er auf die Wünsche der Kunden eingehe, die etwa nach Flexibilität aber gleichzeitig eben auch nach markantem Design verlangten. Für die Erfüllung dieser Ansprüche bot sich ein bereits bestehendes Portfolio: 70 Prozent der Komponenten teilt sich der ASX nämlich mit dem größeren Outlander. Für den in lediglich zwei Jahren entwickelten Wagen auf Lancer- und Outlander-Plattform haben sich die Ingenieure einiges an Zutaten einfallen lassen:

Neuer 1.8 DI-D Common-Rail-Diesel mit variabler Ventilsteuerung MIVEC (Mitsubishi Innovative Valve timing Electronic Control)

Als markantes Technikdetail bietet Mitsubishi das eingangs erwähnte, neuentwickelte 1.8 DI-D Common-Rail-Dieseltriebwerk mit einer Leistung von 110 kW/150 PS, DPF-Partikelfilter und Euro 5. Als erster Pkw-Dieselmotor verfügt es auf der Einlassseite über eine variable Ventilsteuerung (Mitsubishi Innovative Valve timing Electronic Control (MIVEC) und ein für Dieselverhältnisse extrem niedriges Verdichtungsverhältnis (14,9 +/- 1,5). Mit diesen Zutaten liegt der Verbrauch laut Hersteller bei 5,5 Liter/100km für die 2WD und bei 5,7 Liter für die 4WD-Version. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine „Low Power“-Version mit 85 kW/116 PS das Dieselprogramm des ASX ergänzen. Beide Motorvarianten sind mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert und verfügen über die so genannte Mitsubishi-„ClearTec“-Technologie mit automatischem Start-/Stopp-System (AS&G), Kraftstoff sparender elektrischer Servolenkung, einem regenerativen Bremssystem und  rollwiderstands-optimierter Bereifung.

Zudem steht eine Ausführung mit 1,6-Liter-Benzinmotor (86 kW/117 PS), Fünfgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb zur Wahl. Auch bei diesem Triebwerk handelt es sich um eine Neuentwicklung mit einlassseitiger MIVEC-Ventilsteuerung und der kraftstoffsparenden „ClearTec“-Technologie, die  Verbrauchswerte von 5,9l/100km ermöglichen.

Fünftürer mit einem Radstand von 2,67 Meter bei einer Gesamtlänge von 4,30 Meter

Zu den Features des Fahrwerks zählen eine Vierscheiben-Bremsanlage, ABS, elektronische Bremskraftverteilung und ein Bremsassistent. Das für die Dieselversion erhältliche aktive Allradsystem „AWC“ bietet die Fahrprogramme „4WD AUTO“ mit variabler Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse für maximale Traktion bei schlechten Straßenbedingungen, „4WD LOCK“ für maximale Allradperformance auf unbefestigtem Untergrund sowie die Möglichkeit im „2WD-Modus“ ohne Unterstützung der Hinterachse zu fahren.

Das Cockpit des ASX beherbergt sieben Airbags - darunter einer für die Knie des Fahrers

Passiv-Sicherheitsmerkmale des ASX sind sieben Airbags einschließlich Fahrer-Knieairbag, ein Sicherheitsmechanismus, der bei starken Frontalkollisionen das Eindringen des Bremspedals in den Innenraum verhindert sowie Anti-Schleudertrauma-Vordersitze mit Kopfstützen, die bei einem Heckaufprall die Rückwärtsbewegung des Kopfes abstützen. Bereits das Einstiegsmodell bietet die komplette Sicherheitsausstattung sowie ein CD/MP3-Radio mit AUX-Eingang für externe Musikgeräte, die elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle (MASC/MATC), den Bremsassistent und die  Berganfahrhilfe (HSA) sowie elektrische Scheibenheber und Außenspiegel

Die höheren Ausstattungsversionen bieten unter anderem eine Klimaautomatik mit kühl-/beheizbarem Handschuhfach, eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, ein Bluetooth-Mobiltelefon-Freisprechsystem mit Sprachsteuerung, USB-Konnektivität, eine abgedunkelte Privacy-Verglasung, 160° „Wide Vision“-Xenonscheinwerfer, ein schlüsselloses Schließsystem, eine Lederausstattung, das festplattenbasierte Mitsubishi Multi-Communication System „MMCS“ mit 7-Zoll-LCD-Display und Touchpanel-Bedienung (Navigation und Musik-Server) oder eine Premium-Audioanlage von Rockford Fosgate mit 710-Watt-Hochleistungsverstärker, Neunfach-Lautsprechersystem und digitalem Soundprozessor.

Großes Panorama-Glasdach mit elektrischer Sonnenblende und LED-Ambiente-Beleuchtung für die Ausstattungslinien "Intense" und "Instyle"

In diesem Jahr will Mitsubishi noch etwa 5.000 bis 5.500 ASX absetzen. 2011 könnten es dann 11.000 Fahrzeuge werden. Der Löwenanteil bei der Antriebsstrang-Verteilung soll bei den Fronttrieblern liegen, für die man etwa 80 Prozent Anteil prognostiziert. Bei den Motorisierungen erwarten die Mitsubishi-Leute 30 Prozent Selbstzünder-Kunden. 2011 soll dann auch ein Automatikgetriebe eingeführt werden. Ein Derivat unter dem Löwenlabel (PSA Peugeot) wie vom Mitsubishi Outlander (Peugeot 4008) ist nicht vor 2012 zu erwarten. (fl)

 

 

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