Halbjahreszahlen 2010: PSA legt wieder zu
Der Automobilhersteller PSA Peugeot Citroën hat im ersten Halbjahr aufgrund besserer Verkäufe außerhalb Europas seinen Absatz um 17 Prozent gesteigert. Weltweit verkauften die Franzosen mit 1,856 Millionen Pkw und leichten Nfz fast 270.000 Einheiten mehr als im Vergleichshalbjahr 2009. In Europa kletterten die Verkäufe noch um 13 Prozent auf 1,194 Millionen Fahrzeuge.
Damit habe das Pariser Unternehmen seinen Marktanteil in Europa um einen Prozentpunkt auf 14,6 Prozent ausbauen können. PSA hat im ersten Halbjahr seinen Absatz in Europa dank wachsender Nachfrage in Frankreich, Italien und England steigern können. “Das erste Halbjahr war bezogen auf die verkauften Einheiten eines der besten Halbjahre, die wir je hatten”, kommentierte PSA-Markenvorstand Jean-Marc Gales gegenüber Dow Jones Newswires. “Der Juni war ein starker Monat mit einem guten Auftragseingang”, sagte er weiter.
Für die kommenden beiden Jahre zeigte sich Gales optimistisch. Er rechnet für 2011 und 2012 mit einem Wachstum gegenüber 2010 auf dem europäischen Markt.
Für Deutschland erwartet der Markenvorstand im laufenden Jahr einen Marktanteil von 5,8 bis sechs Prozent, nachdem er im vergangenen Jahr bei 6,3 Prozent gelegen habe. In den beiden kommenden Jahren will Peugeot-Citroën dann die Marke von 6,3 Prozent in Deutschland wieder erreichen.
Zu den Plänen, die Kooperation mit dem deutschen Konkurrenten BMW auszuweiten, wollte sich Gales nicht näher äußern. “Dafür ist es noch zu früh”, sagte der Markenvorstand und fügte hinzu, die Zusammenarbeit laufe gut. Konzernvorstand Philippe Varin hatte im Juni erklärt, PSA wolle seine Partnerschaft mit BMW ausweiten. Ein Aktientausch sei dafür allerdings kein Thema. Seit 2006 kooperieren beide Unternehmen bereits bei Motoren.
Europas zweitgrößter Automobilhersteller hinter der Volkswagen AG profitierte in den sechs Monaten vor allem von einem starken Geschäft in China. Hier will PSA laut Gales doppelt so schnell wie der Markt wachsen. Im Mai hatte der Konzern einen Marktanteil von 3,6 Prozent, bis 2015/16 soll er auf acht Prozent gebracht werden. Ein Weg dazu sei die Produktion des Oberklassemodell 408 in China. Gales rechnet damit, dass China für Fahrzeuge der Oberklasse in zehn Jahren größter Absatzmarkt der Welt wird. Im Ersten Halbjahr zog der China-Absatz von PSA um 49 Prozent auf über 176.000 Fahrzeuge an. Allerdings bleiben die Franzosen hier mit einem Marktanteil von etwas über drei Prozent weiterhin ein vergleichsweise kleiner Anbieter.
In Lateinamerika kletterten die Verkäufe um 13 Prozent, der Marktanteil liegt bei 5,3 Prozent. Der Absatzanteil der Märkte außerhalb von Europa stieg bei PSA damit auf knapp 36 Prozent nach 34 Prozent im Vorjahreszeitraum. Enttäuschend lief es im ersten Halbjahr unterdessen in Russland: Hier sanken die Absätze um 7,6 Prozent, obwohl der Gesamtmarkt um drei Prozent zunahm.
PSA Peugeot Citroën – Globaler Absatz Pkw und leichte Nfz, 1. Halbjahre 2009/2010








