Ford könnte Beteiligung an Mazda reduzieren
Der US-Automobilkonzern Ford will laut Kreisen einen Großteil seiner Beteiligung am japanischen Partner Mazda verkaufen. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag sagten, wollen die Amerikaner ihren Anteil von gegenwärtig noch elf auf drei Prozent oder weniger reduzieren.

Ford-Fiesta-Fertigung bei AutoAlliance Thailand, in Rayong: Dort wie auch in Michigan/USA bauen Ford und Mazda derzeit noch gemeinsam Fahrzeuge. - Bild: Ford
Käufer sollen unter anderem die japanische Bank Sumitomo Mitsui Banking und andere Geschäftspartner von Mazda sein. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf werde bis Jahresende 2010 gefällt, sagte ein Informant weiter.
Per Ende März befanden sich 195 Millionen Mazda-Aktien in den Händen von Ford, die ausgehend vom Schlusskurs vom Freitag 41,7 Milliarden Yen oder umgerechnet rund 511,7 Millionen US-Dollar wert sind. Von den Einnahmen wird erwartet, dass Ford sie zum Schuldenabbau und für Investitionen in aufstrebenden Märkten verwendet.
Ford selbst hat die Informationen dementiert. “Fords Beteiligung an Mazda bleibt unverändert”, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Konzern werde weiterhin eine enge Partnerschaft mit Mazda unterhalten. Weiter wollte er die “Spekulationen” nicht kommentieren.
Ford hatte sich 1979 über den Kauf von 25 Prozent der ausstehenden Aktien an Mazda beteiligt. 1996 hatte der US-Autokonzern seinen Anteil dann sogar auf 33,4 Prozent erhöht und die Kontrolle über das Management der Japaner gewonnen. 2008 folgte dann die Reduzierung auf elf Prozent, mit denen Ford immer noch der größte Mazda-Anteilseigner ist.
Dow Jones Newswires/gw






