PSA setzt mehr um und hebt Prognose an

21.10.2010, 8:59 Uhr

Nach einer Umsatzsteigerung im dritten Quartal hat der französische Automobilhersteller PSA Peugeot-Citroën auch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben.Wie der Konzern aus Paris mitteilte, erwartet er im Gesamtjahr wegen eines zuversichtlicheren Ausblicks für seine Schlüsselmärkte nun mehr als 1,5 Milliarden Euro verdienen zu können. Zudem soll die Kernsparte Automobile unverändert im zweiten Halbjahr die Gewinnschwelle erreichen. Im Juli hatte PSA noch einen operativen Gewinn von rund 1,5 Milliarden Euro für 2010 in Aussicht gestellt.

Der Quartalsumsatz stieg um zehn Prozent auf 12,99 Milliarden Euro und liegt damit annähernd eine halbe Milliarde Euro über der Konsensschätzung der sieben von Dow Jones Newswires befragten Analysten, die mit 12,54 Milliarden Euro gerechnet hatten. Im Vorjahresquartal waren es 11,8 Milliarden Euro gewesen. Die Automobilsparte hat im Berichtszeitraum 2,3 Prozent mehr umgesetzt. Profitiert hat PSA stark von der Konsolidierung des Zulieferers Emcon (seit 1. Januar 2010) und der Übernahme der deutschen Plastal (konsolidiert seit 1. April 2010) durch die PSA-eigene Zuliefer-Tochter Faurecia 2010.

Quelle: PSA

Die Gruppe setzte im dritten Quartal 808.400 Fahrzeuge ab, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die weltweiten Verkäufe in den ersten neun Monaten erreichten 2,,664 Millionen Vehikel, ein Plus von 12,2 Prozent.

In den ersten neuen Monaten konnte PSA beim Umsatz um 17,3 Prozent auf 41,4 Milliarden Euro zulegen, das Automobil-Geschäft wuchs dabei wieder um 9,8 Prozent auf 30,6 Milliarden Euro. Allein der Faurecia-Umsatz stieg um über 61 Prozent auf rund 10,1 Milliarden Euro.

PSA erwartet nun, dass der europäische Markt 2010 um fünf Prozent schrumpft. Zuvor hatte die Prognose noch auf einen Rückgang von sieben Prozent gelautet. Zugleich sieht der Konzern den chinesischen Markt um beinahe 20 Prozent wachsen, während der Markt in Lateinamerika um zehn Prozent zulegen sollte. Die Automotive-Division soll nach Erwartungen der Franzosen nun ihren Break-even in der zweiten Jahreshälfte erreichen und die gesamte Gruppe rechnet mit einem operativen Gewinn für 2010 von über 1,5 Milliarden Euro.

gw/mit Material von Dow Jones Newswires

 

 

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