Rückrufe bei Toyota, Mercedes und Chrysler
Toyota ruft in Japan, China und den USA massiv Fahrzeuge zurück, allein in den USA rund 740.000 und in Japan über 600.000 Einheiten, unter anderem wegen Problemen mit Bremszylindern. Auch Mercedes-Benz ruft in China 25.305 Fahrzeuge und in den USA rund 85.000 Autos zurück. Und Chrysler muss 26.000 US-Fahrzeuge in die Werkstätten holen. Die beiden westlichen OEMs kämpfen mit Leckagen bei der servounterstützen Lenkung.
Insgesamt ruft der Toyota-Konzern in China, Japan und den USA rund 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Grund diesmal sind hauptsächlich Probleme mit dem Bremssystem.
In China holt Toyota aus diesem Grund mehr als 130.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Dies betreffe drei Modelle, neben den Serien Crown und Reiz auch den Lexus, teilte die chinesische Sicherheitsbehörde AQSIQ mit. Die Schutzabdeckung im Hinterradbremssystem sei fehlerhaft. Der Lexus wird importiert, alle anderen von dem Rückruf betroffenen Fahrzeuge werden in China gebaut.
In Japan werden mehr als 600.000 Toyota-Fahrzeuge zurückbeordert. Wie der japanische Automobilhersteller in einer Mitteilung an das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus bekanntgab, sind davon 13 Modelle, unter anderem auch der Lexus IS und GS, betroffen.
Zuvor hatte Japans führender Autobauer in den USA bereits den freiwilligen Rückruf von rund 740.000 Fahrzeugen angekündigt, um Probleme mit einem Leck im Bremszylinder zu beheben. Von diesem Rückruf sind unter anderem die Modelle Lexus RX, GS und IS betroffen.
Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz ruft unterdessen in China 25.305 importierte Fahrzeuge der C- und E-Klasse wegen Problemen mit der Servolenkung zurück. Der Rückruf erfolgt ab dem 1. November, wie die chinesische Verwaltungsbehörde für Qualitätsüberwachung AQSIQ mitteilte. Die betroffenen Pkw wurden zwischen Juni 2009 und Februar 2010 produziert.
In der vergangenen Woche hatte Daimler bereits rund 85.000 Mercedes-Benz-Fahrzeuge in den USA zurückgerufen. Wegen des Verlusts von Lenkflüssigkeit bestehe das Risiko, dass die Servolenkung ausfalle, hieß es.
Auch der US-Automobilhersteller Chrysler muss 26.000 Fahrzeuge wegen defekter Servolenkungen zurückrufen. Wegen undichter Servolenkungen könne Hydrauliköl auf heiße Motorenteile tropfen und ein Feuer verursachen, warnte jetzt die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA.
Laut Chrysler sind von dem Rückruf die Modelle Chrysler 300, Sebring, Dodge Avenger, Challenger und Journey des Modelljahrs 2010 betroffen. Auch einige Dodge-Ram-Pickups des Modelljahrs 2011 müssen darum in die Werkstätten zurück.
Dow Jones Newswires/gw








