Jungbrunnen – schärferes Design und innovative Technik
Mercedes-Benz plant, künftig insbesondere jüngere Kunden anzusprechen. Neue Modelle, ein deutlich schärferes Design und innovative Technik sollen die Schwaben fit für die Zukunft und für den zu erwartenden Konkurrenzkampf unter den Premiummarken machen.

Blick in die Zukunft - der Technologieträger F 800 Style. - Foto: Mercedes-Benz
Die wichtigste Neuerung bei den Stuttgarter Autopionieren wird noch über ein Jahr auf sich warten lassen: Die ebenso hochbeinige wie wenig emotionale A-Klasse muss abdanken. Die Nachfolge-Generation wird flacher, muskulöser und ist schärfer als gedacht gezeichnet. So soll die A-Klasse als Einstiegsmodell in die Mercedes-Welt endlich den Erfolg bringen, der ihr seit Ende der 90er Jahre verwehrt blieb. Bald sollen sich auch A3, VW Golf oder der BMW 1er mehr Gedanken machen, wenn es um die Konkurrenz in der Einstiegsklasse aus Stuttgart geht.
Vier Fahrzeuge auf neuer Plattform
Die neue Plattform wird zukünftig die technische Heimat für vier neue Modelle bilden. Diese werden nicht nur mit Frontantrieb allein, sondern auch mit Allradantrieb in den Handel kommen. Die B-Klasse macht in diesem Herbst den Anfang.
Sie soll die treuen Kunden der aktuellen Mercedes-Baureihen A und B abholen. Wer es traditionell, geräumig und mit hoher Sitzposition bevorzugt, kommt nach der IAA Mitte September 2011 bei der neuen B-Klasse voll auf seine Kosten. Im kommenden Jahr, 2012, folgt dann die deutlich jüngere A-Klasse.
Ein erster Designausblick wird im April dieses Jahres auf den zeitgleich stattfindenden Autoshows in New York und in Schanghai zu sehen sein.
Kleiner CLS und neuer BLK
Doch es wird noch besser. Auf der gleichen Plattform wird es ab 2013 nicht nur A- und B-Klasse, sondern auch einen Crossover geben, der Druck machen soll auf BMW X1, Audi Q3 und die Asien-SUVs von Toyota, Nissan und Co.
Der BLK, dessen offizieller Produktname noch geheim ist, wurde emotional bis sportlich gezeichnet und erinnert nicht nur durch die abfallende Dachlinie und die dynamische C-Säule an die knackigen Luxus-Crossover von Infiniti. Wahlweise wird auch der neue BLK mit Front- und Allradantrieb zu bekommen sein. Für den Antrieb der neuen Modellgeneration sorgen aufgeladene Vierzylinderbenziner und –Diesel.

Die wichtigsten Entscheidungen werden im AMP-Raum getroffen. - Foto: Mercedes-Benz
In einem zweiten Schritt folgt für die Frontantriebsfamilie eine neue Generation von Dreizylinder-Triebwerken, die vorangig in A- und B-Klasse arbeiten werden. Direkteinspritzung, Turboaufladung, Start-Stopp-System und entkoppelbare Nebenaggregate sind obligatorisch. Auf Wunsch gibt es auch hier eine Siebengang-Automatik ebenfalls mit Start-Stopp-Funktion und weitere Effizienzmaßnahmen.
Doch Mercedes setzt bei der Frontantriebsplattform noch einen drauf. Neben BLK, A- und B-Klasse wird es 2013/2014 eine sportlich-elegante Mittelklasselimousine vom Stile eines kleinen CLS geben. Ebenfalls mit kraftvollen Motoren, Front- und Allradantrieb.
Auch die Sportabteilung in Affalterbach hat sich für die neue Kleinfamilie längst interessiert. So steht bereits so gut wie fest, dass die Limousine und der BLK als AMG-Version kommen sollen.
Die aufgeladenen Vierzylinder leisten bis zu 300 PS – und sollen weniger als sechs Liter verbrauchen. Auch für die deutlich emotionalere A-Klasse liegen die Pläne für eine AMG-Version auf dem Schreibtisch. RS3 Sportback und BMW 1er Coupé werden sich über einen kleinen Kraftprotz aus Schwaben durchaus freuen.






