Trends 2011 – Daimler: Zuversichtlich ins neue Jahr
Den Automobilbauer Daimler befragten wir im Rahmen der Trends-2011-Umfrage der AUTOMOBIL PRODUKTION über Aussichten und Ziele für 2011.
Die Antworten sind hier erweitert, um aktuelle Stellungnahmen aus Stuttgart, Absatzzahlen für 2010 und Aussagen von Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche.

Legt die Priorität vor allem auf Investitionen in grüne Technologien, neue Antriebe sowie in neue Märkte: Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands Daimler AG/Leiter Mercedes-Benz Cars. - Bild: Daimler
Der Absatz von Mercedes-Benz hat sich 2010 durchwegs positiv entwickelt. Die Verkäufe stiegen jeden Monat im zweistelligen Prozentbereich, bereits Ende November wurde das Volumen des Jahres 2009 übertroffen. Das vierte Quartal war mit 313.700 Auslieferungen und einem Zuwachs von 14 Prozent das beste der Unternehmensgeschichte. Im Gesamtjahr konnte Mercedes-Benz den Absatz weltweit um 15 Prozent steigern, 1.167.700 (i.V. 1.012.300) Einheiten wurden an Kunden übergeben.
Dr. Zetsche: Das letzte Jahr war für uns ein voller Erfolg. Wir haben praktisch alle unsere Ziele übertroffen, einige sogar erheblich – unser Absatz entwickelte sich in vielen Märkten deutlich besser als erwartet. Die Prognose, 2010 mit Mercedes-Benz mindestens zehn Prozent zu wachsen, haben wir somit mehr als erfüllt. Wir sind stärker gewachsen als der weltweite Pkw-Gesamtmarkt und konnten daher Marktanteile gewinnen. Geprägt war das Jahr 2010 insbesondere vom Erfolg der E- und S-Klasse sowie hohen Zuwachsraten vor allem in China und den anderen BRIC-Staaten. Mit unserer Entwicklung in den USA sind wir ebenfalls sehr zufrieden.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Und die Aussichten für 2011?
Dr. Zetsche: Die Aussichten für Mercedes-Benz im neuen Jahr sind sehr gut. Wir haben eine attraktive, wettbewerbsfähige Modellpalette und erwarten uns von einer Vielzahl neuer Produkte zusätzlichen Rückenwind. Wir starten dank wettbewerbsfähiger Produktpalette und zahlreicher Neuheiten zuversichtlich ins neue Jahr.
Die weltweiten Automobilmärkte versprechen laut Auskunft eines Unternehmenssprechers weiteres Wachstum, wenn auch die Wachstumsraten merklich geringer ausfallen dürften, als in diesem Jahr. Es wird wieder regionale Unterschiede geben: In den USA dürfte die Nachfrage nach Pkw und Lkw erkennbar zulegen. In Westeuropa und in Deutschland werden sich die Pkw-Märkte nach dem rückläufigen Jahr 2010 eher langsam, die Lkw-Märkte dagegen etwas schneller erholen. In Asien wird das Wachstumstempo insgesamt etwas langsamer ausfallen.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Kommen nun die „biblischen sieben fetten Jahre“?
Auch wenn sich die globale Konjunkturerholung insgesamt fortsetzen sollte, bleibt unbestritten, dass die globale Konjunktur aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten weiterhin sehr fragil und damit auch anfällig für externe Störungen bleibt. Diese Unsicherheit ist eine der Herausforderungen für unser Unternehmen im nächsten Jahr, die es zu bewältigen gilt.








