Trends 2011 – Schaeffler: Wir investieren in allen Regionen
Schaeffler stellte sich der Trends-2011-Umfrage der AUTOMOBIL PRODUKTION: Hier die Antworten aus Herzogenaurach.

Seit Monaten bereits in fast allen Bereichen und Werken an der Kapazitätsgrenze, hier das INA-Stammwerk der Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach. - Bild: Schaeffler
AUTOMOBIL PRODUKTION: Post-Automotive- und Post-Finanzkrise 2008/2009, wahrscheinlich die schwerste Zeit seit 1929 und dem Zweiten Weltkrieg, mit Blick in Ihre Auftragsbücher, wie positiv ging 2010 zu Ende, wie wird 2011 für Schaeffler?
Wir bei Schaeffler haben auf Wachstum geschaltet. Seit Monaten arbeiten wir bereits in fast allen Bereichen und Werken an der Kapazitätsgrenze. Wir planen 2011 mit einer weiter steigenden Nachfrage und werden Produktionsanläufe in neuen Standorten in Asien, Europa und Nordamerika erleben. Wir investieren in allen Regionen der Welt und werden die Zeit nutzen, uns strategisch und operativ weiter zu stärken.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Prof. Sinn vom Ifo rechnet für Deutschland – nach der vorhergesagten Apokalypse noch vor knapp zwei Jahren – nun mit „biblischen sieben fetten Jahren“. Trifft das Ihrer Ansicht nach zu? Wenn nicht, warum nicht für Sie?
Auch wir sehen optimistisch in die Zukunft. Laut Ifo sehen die Daten für Deutschland solide aus. Dennoch ist eine weltweite Konjunkturerholung längst nicht sicher. Allerdings gibt es Regionen in denen eine Sonderkonjunktur zu erwarten ist. Hierzu zählt Asien. Zudem verfügt Schaeffler über ein breites Produktportfolio von Schlüsselbauteilen die signifikante Beiträge in puncto Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Schadstoff-Emissionen leisten können. Gerade diese Innovationen sind heute gefragter denn je. So kommen wichtige Bauteile, wie Doppelkupplungslösungen jetzt auch verstärkt in den Wachstumsmärkten zum Einsatz. Und selbst auf weniger wachsenden Märkten – wie Nordamerika – sind deutlich zunehmend moderne Antriebstechniken gefragt. Durch den Trend zu Downsizing, Downspeeding und Schadstoffreduzierung gelingt es uns hier innovative Produkte und somit größere Umfänge in die Fahrzeuge zu bringen.
Darüber hinaus arbeiten wir intensiv daran unser innovatives Produktangebot beständig auszubauen; hierzu zählen auch verschiedene Lösungen zum Thema Elektro-Mobilität und Hybridisierung.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Damoklesschwerter wie Rohstoffknappheit, Stichwort seltene Metalle, Währungs-Schwankungen/-Konflikte (Dollarschwäche/Eurostärke), der drohende Double Dip in den USA (verunsicherter Absatzmarkt) – welches sind Ihrer Ansicht nach die wahren Herausforderungen 2011 und darüber hinaus?
Wir sollten uns nicht mit Damoklesschwertern beschäftigen, auch wenn für diese wichtigen Herausforderungen Lösungen gefunden werden müssen. Wichtiger ist für uns, dass wir systematisch unsere Stärken ausbauen und uns für die Zukunft nachhaltig aufstellen. Die Zukunfttrends sind bekannt, Urbanisierung, Demographie der westlichen Gesellschaften, Herausforderungen im Bereich Energieversorgung und –sicherung und moderne Mobilität. Hier liegen Chancen für uns, wir müssen nur jetzt handeln. Ein Zukunftsthema ist der Nachwuchs an Technikern und Ingenieuren, hier können wir konkret etwas für die Sicherung des deutschen Standortes tun.








