Rückendeckung für Toyota

09.02.2011, 7:25 Uhr

Wie n-tv berichtet, hat ein US-Experten-Komitee Toyota von dem Vorwurf freigesprochen, elektromagnetische Störungen hätten die Unfallserie der vergangenen Jahre ausgelöst Die Experten haben auch den Grund für die verhängnisvolle Beschleunigung der Autos identifiziert.

Toyota kann aufatmen, ein US-Experten-Komitee gibt dem japanischen Autobauer Rückendeckun. (Bild: Toyota)

Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA haben laut n-tv da den japanischen Autohersteller von dem Vorwurf entlastet, elektromagnetische Störungen hätten die Unfallserie der vergangenen Jahre ausgelöst. Ein gegenteiliges Votum hätte nicht nur das Vertrauen in die Wagen erneut erschüttert, sondern wohl auch die nächste teure Rückrufwelle zur Folge gehabt.

“Toyotas Probleme waren mechanischer Natur, nicht elektronischer”, sagte Verkehrsminister Ray LaHood in Washington. Er hatte zusammen mit dem Kongress auf die Untersuchungen gedrungen. Es habe nur zwei Gründe gegeben, wegen denen die Autos des japanischen Herstellers ohne das Zutun der Fahrer beschleunigt hätten, fuhr LaHood fort: rutschende Fußmatten und klemmende Gaspedale.

Toyota hatte zur Jahreswende 2009/2010 weltweit mehr als acht Millionen Wagen wegen der beiden Defekte zurückrufen müssen. Das Unternehmen ramponierte sein Image, die Verkäufe brachen ein, der Schaden ging in die Milliarden. Toyota musste überdies in den USA Strafen von insgesamt 48,8 Milliarden. US-Dollar zahlen, weil der Hersteller die Probleme nach Ansicht des Verkehrsministeriums nicht rechtzeitig gemeldet hatte.

Studie stärkt Toyota den Rücken

Nach umfangreichen Tests seien seine Leute zu dem Schluss gekommen, dass die elektrischen Systeme bis auf wenige Sonderfälle einwandfrei gearbeitet hätten, sagte NASA-Chefingenieur Michael Kirsch. Und selbst in diesen Sonderfällen hätten die Wagen nicht ohne das Treten des Gaspedals auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen können. “Es gibt Sicherheitseinrichtungen, die ein ungewolltes Beschleunigen verhindern.”

Die Fahrer hätten in Stresssituationen oftmals schlicht das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt, stellten die NASA-Ingenieure fest. Damit bestätigte sich ein Verdacht, der bereits im August aufgekeimt war, als erste Ergebnisse der insgesamt zehn Monate laufenden Untersuchungen an die Öffentlichkeit gedrungen waren. Die Experten hatten Dutzende Unfälle mit Toten untersucht.

Die Studie stärkt Toyota den Rücken – zum einen bei den laufenden Gerichtsverhandlungen über Schadenersatz für die Unfallopfer und Hinterbliebenen. Zum anderen gegenüber der Politik. Insbesondere Verkehrsminister LaHood hatte Toyota mehrfach unterstellt, der Konzern verheimliche den wahren Grund für das ungewollte Beschleunigen. LaHood hatte die komplexe Elektronik der modernen Wagen im Verdacht. Toyota hatte dies von Anfang an zurückgewiesen.

 

 

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