Trends 2011 – Preh: Deutschland weiter wettbewerbsfähig

07.02.2011, 19:30 Uhr

Im Rahmen der Trends-2011-Umfrage von AUTOMOBIL PRODUKTION zeigte sich Preh-Chef Dr. Michael Roesnick, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung, sehr optimistisch und erwartet für das laufende Jahr wieder zweistellige Zuwachsraten.

"2010 werden wir ein Umsatzwachstum von rund 40 Prozent erzielen. Auch für 2011 sind wir sehr optimistisch": Dr. Michael Roesnick, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH. - Bild: Preh

AUTOMOBIL PRODUKTION: Herr Dr. Roesnick, Post-Automotive- und Post-Finanzkrise 2008/2009, wahrscheinlich die schwerste Zeit seit 1929 und dem Zweiten Weltkrieg, mit Blick in Ihre Auftragsbücher, wie positiv ging 2010 zu Ende, wie wird 2011 für Preh?
Preh hat die Branchenkrise schneller als erwartet überwunden. 2010 werden wir ein Umsatzwachstum von rund 40 Prozent erzielen. Wir liegen damit wieder deutlich über dem Niveau der Jahre 2007 und 2008. Auch für 2011 sind wir sehr optimistisch: Wir rechnen mit einer Fortsetzung unseres dynamischen Wachstumskurses und erwarten erneut zweistellige Zuwachsraten.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Prof. Sinn vom Ifo rechnet für Deutschland – nach der vorhergesagten Apokalypse noch vor knapp zwei Jahren – nun mit „biblischen sieben fetten Jahren“. Trifft das Ihrer Ansicht nach zu? Wenn nicht, warum nicht für Sie?
Aus unserer Sicht sind Prognosen über einen so langen Zeitraum immer mit vielen Fragezeichnen behaftet. Wir gehen für Preh zwar ebenfalls von kräftigen Zuwächsen in den kommenden Jahren aus. Auf der anderen Seite hat aber unsere gesamte Branche Ende 2008 schmerzhaft erleben müssen, wie schnell Planungen und Prognosen Makulatur werden können. Wir werden daher die wirtschaftliche Stabilität von Preh weiter gezielt verbessern, um gegebenenfalls ein weiteres Mal einen unerwartet harten konjunkturellen Rückschlag verkraften zu können.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Damoklesschwerter wie Rohstoffknappheit, Stichwort seltene Metalle, Währungs-Schwankungen/-Konflikte (Dollarschwäche/Eurostärke), der drohende Double Dip in den USA (verunsicherter Absatzmarkt) – welches sind Ihrer Ansicht nach die wahren Herausforderungen 2011 und darüber hinaus?
Wir sehen die größte Herausforderung derzeit in der Schuldenkrise zahlreicher europäischer Staaten. Diese Entwicklungen sind schwer abzuschätzen und können das globale Wirtschaftswachstum zumindest abbremsen. Für die USA sind wir aufgrund unserer Aufträge für besonders absatzstarke Fahrzeugmodelle weiter grundsätzlich optimistisch. 2010 sind wir in den USA um rund 50 Prozent gewachsen. Aufgrund der starken Auftragseingänge werden wir die Kapazität unseres Werks in Mexiko verdoppeln. Für Preh rechnen wir im NAFTA-Raum 2011 erneut mit einem zweistelligen Wachstum.

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AUTOMOBIL PRODUKTION: Stichworte Leichtbau/Downsizing, Integration mobiler (internetbasierter) Technologien/Dienste, E-Mobilität/Hybridisierung bei Fahrzeugen/Materialien: Welche Trends im Automobilbau werden Ihr Produktportfolio mittelfristig wie verändern? Und was will Ihr Kunde?
Wir profitieren vor allem von dem Trend, dass der Fahrzeug-Innenraum hinsichtlich Funktionsvielfalt und Benutzerfreundlichkeit über alle Fahrzeugsegmente weiter aufgewertet wird. Wachstumsimpulse gehen u.a. von beruhigten und High-End-Oberflächen (Stichworte Black Panel-Technologie und PVD-Beschichtung) aus. Auch innovative Konzepte zur Reduzierung von Tasten im Cockpit sehen wir als Wachstumssegment. Aufgrund unserer Kompetenz für Steuergeräte profitieren wir zudem von dem Trend zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen, da Preh hier im Bereich Batteriemanagement aktiv ist.

 

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