Trends 2011 – TRW: Optimistisch in die Zukunft
Frank Müller, Global Vice President bei TRW Occupant Safety Systems, stand Rede und Antwort bei unserer Trends-2011-Umfrage der AUTOMOBIL PRODUKTION.

TRW konnte 2010 über das gesamte Produktportfolio hinweg erhebliches Neugeschäft generieren, erklärt Frank Müller, Global Vice President, TRW Occupant Safety Systems. - Bild: TRW
2010 war für TRW Automotive ein sehr erfolgreiches Jahr. In den ersten drei Quartalen wurden Rekordergebnisse bei der Akquisition von Neugeschäft, der Profitabilität, dem Cash Flow und der Reduzierung der Nettoverschuldung erzielt. Es ist davon auszugehen, dass wir das Jahr 2010 stark beenden werden und mit einer gesunden Finanzstruktur in das nächste Jahr starten. Da wir in 2010 über das gesamte TRW-Produktportfolio hinweg erhebliches Neugeschäft generieren konnten, ist TRW für zukünftiges Wachstum sehr gut aufgestellt. Auch in den Schwellenländern, insbesondere in Brasilien, China und Indien wachsen wir mehr als der Markt und gewinnen Marktanteile.
Um auch zukünftig den Erfolg von TRW zu sichern, bleiben wir unseren bisherigen strategischen Zielen treu – das heißt wir setzen weiter auf Qualität, die Reduktion von Kosten, unsere Innovationskraft und die Vorteile unserer globalen Präsenz in den wichtigsten Automobilmärkten.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Prof. Sinn vom Ifo rechnet für Deutschland – nach der vorhergesagten Apokalypse noch vor knapp zwei Jahren – nun mit „biblischen sieben fetten Jahren“. Trifft das Ihrer Ansicht nach zu? Wenn nicht, warum nicht für Sie?
Ob es tatsächlich sieben fette Jahre sein werden, bleibt natürlich abzuwarten. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass langfristige Marktvorhersagen mit großer Vorsicht zu bewerten sind. Dennoch schauen wir bei TRW in jedem Fall optimistisch in die Zukunft und sehen für uns große Chancen vom wirtschaftlichen Aufschwung in unserer Branche zu profitieren – dabei schauen wir als global aufgestelltes Unternehmen nicht nur nach Deutschland, auch wenn TRW hier an 19 Standorten mehr als 11.000 Mitarbeiter beschäftigt und somit innerhalb des Konzerns die stärkste Präsenz in ganz Europa hat.
Selbstverständlich erwarten unsere Kunden nicht nur globale Präsenz, sondern suchen verstärkt nach Tier-1-Zulieferern wie TRW, die sie in allen Märkten mit einem möglichst breiten Produktportfolio unterstützen können. Unser Vorteil hierbei ist, dass TRW sich auf die gesamte Bandbreite der aktiven und passiven Sicherheitssysteme spezialisiert hat und von der Entwicklung bis zur Serienlieferung alle Leistungen in den wesentlichen Regionen anbietet. Der Trend zu höherer Fahrzeugsicherheit verbunden mit gesetzlichen Richtlinien eröffnet Wachstumspotentiale für die Zulieferer und gleichzeitig Differenzierungspotentiale für die Fahrzeughersteller.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Damoklesschwerter wie Rohstoffknappheit, Stichwort seltene Metalle, Währungs-Schwankungen/-Konflikte (Dollarschwäche/Eurostärke), der drohende Double Dip in den USA (verunsicherter Absatzmarkt) – welches sind Ihrer Ansicht nach die wahren Herausforderungen 2011 und darüber hinaus?
Die größte Herausforderung für 2011 wird sein, das Wachstum zu managen und trotz steigender Produktionsvolumen die Kostenkontrolle nicht aus den Augen zu verlieren. Denn entscheidend ist, dass wir aus der Krise gelernt haben, unsere Strukturkosten dauerhaft niedrig zu halten und somit auch langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir das Wachstum in den Schwellenländern unterstützen, in diesen Regionen investieren und Technologien mit Mehrwert anbieten.
AUTOMOBIL PRODUKTION: Stichworte Leichtbau/Downsizing, Integration mobiler (internetbasierter) Technologien/Dienste, E-Mobilität/Hybridisierung bei Fahrzeugen/Materialien: Welche Trends im Automobilbau werden Ihr Produktportfolio mittelfristig wie verändern? Und was will Ihr Kunde?
Als Spezialist für Fahrzeugsicherheit hat TRW sein Portfolio vor allem auf die folgenden globalen Trends ausgerichtet: Wachstum im Kleinwagensegment, verbesserte Kraftstoffnutzung und besseren Schutz der Fahrzeuginsassen. Letzteres erreichen wir vor allem dadurch, dass wir unseren Kunden und deren Kunden erschwinglichere Lösungen für jedes Fahrzeugsegment und jeden Markt zugänglich machen.
Bei TRW fassen wir diesen Anspruch in drei Denkansätzen zusammen: „Fortschrittliches Denken“ steht für innovative Sicherheitssysteme, „Umweltfreundliches Denken“ repräsentiert den Schutz von Mensch und Umwelt und „Vorausschauendes Denken“ hat die Entwicklung von erschwinglichen Lösungen mit Mehrwert für den Kunden zum Ziel.








