Kirchhoff mit einem Azubi-Projekt der besonderen Art
Den eigenen Beruf mit anderen Augen sehen, das war eine der Zielsetzungen, die ein neues Projekt von Auszubildenden in der Kirchhoff-Gruppe verfolgen sollte.

Drei Teammitglieder auf der Suche nach neuen Motiven und Interviewpartnern. - Bild: Kirchhoff
Sieben rauchende Azubi-Köpfe, zwei vor Ideen–sprudelnde Marketingmitarbeiterinnen und ein professioneller Medientrainer, der mit dieser Gruppe zwei Videos konzipieren und drehen möchte. Kann diese Rechnung aufgehen? Sie kann!
Am 13. April fiel in Attendorn der große Startschuss des Azubi-Recruiting-Video-Projekts. Die Projektteilnehmer der Kirchhoff-Gruppe drehten Videos über das Berufsbild des Werkzeugmechanikers und das Unternehmen Kirchhoff. Und wenn man sieht und spürt, mit wie viel Engagement und Freude die diese Aufgabe angegangen sind, wird jedem Betrachter klar, dass das Ziel mehr als erreicht wurde.
„Wir wollten schon, dass sich die Auszubildenden interdisziplinär mit ihrem Job und auch mit der Firma, in der sie arbeiten, auseinandersetzen“, erklärt Ausbildungsleiter Heiko Aland im Gespräch mit der Heimatzeitung. Für Andreas Heine, Leiter Kommunikation & Marketing, hat das Projekt auch praktische Auswirkungen, denn er will damit auch verstärkt in der Öffentlichkeit, zum Beispiel auf Messen, ein neues, modernes Bild der Kirchhoff-Gruppe vermitteln.

Der Beruf des Werkzeugmachers sieht heute so nicht mehr aus. - Bild: Kirchhoff
Die Azubis bewiesen ein Höchstmaß an Teamkompetenz
In den letzten Wochen haben Auszubildende aus den Kirchhoff-Standorten Iserlohn und Attendorn gemeinsam zwei Videos erstellt. Das eine bietet Einblicke in den Beruf des Werkzeugmachers. Es gewährt Einblicke in das vielfältige und abwechslungsreiche Berufsbild aus der Sicht eines Auszubildenden. Das andere Video stellt das Familienunternehmen Kirchhoff vor.
Neben den obligatorischen Zahlen, Daten und Fakten kommen auch Mitarbeiter und Gesellschafter Arndt G. Kirchhoff zu Wort.
Doch bevor es richtig los gehen konnte, musste erst einmal der Umgang mit der neuen Technik gelernt werden. Dies geschah in Workshops unter Anleitung eines professionellen Medientrainers. „Ohne diese vorbereitende Unterstützung wäre unser Projekt sicherlich nicht so erfolgreich geworden“, erklärten bei der ersten Präsentation dann auch einmütig alle Beteiligten.
Fotostrecke: Kirchhoff - den Beruf mit anderen Augen sehen » 11 Bilder
Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (11 Bilder)Danach hieß es, ein Konzept zu entwickeln, Texte zu entwerfen, Freiwillige finden, die vor der Kamera agierten, und eben auch diejenigen, die für Aufnahme und Ton verantwortlich waren. Und es mussten Termine und Fahrten zwischen den Standorten organisiert werden. Dies alles geschah in Teams, die sich auch in ihrer Freizeit trafen, um alle Einzelheiten und Abläufe zu besprechen und vorzubereiten.

Das Azubi-Team vor Ort in der Fertigung. - Bild: Kirchhoff
Das Projekt war für alle Beteiligten ein voller Erfolg
„Wir haben dort ganz bewusst nicht steuernd eingegriffen“, erklären Heine und Aland. Nur die Technik wurde vom Marketing-Bereich zur Verfügung gestellt. „Pro Jahr werden rund 30 neue Auszubildende in zahlreichen Berufsfeldern in der Kirchhoff-Gruppe eingestellt.
Und auch die zukünftigen Azubis sollen dieses Projekt weiter führen und entwickeln“, wünscht sich Ausbildungsleiter Heiko Aland.
Seine erste öffentliche Vorführung hatten die beiden Kurz-Videos am 9. Juni beim Jahrestreffen der VDI-Initiative „Sachen machen“, das bei der benachbarten Firma Dornbracht stattfand. Hier war Kirchhoff eines von vier Unternehmen, die sich dort vorstellten. Die Präsentation war ein voller Erfolg, wie Andreas Heine berichten konnte. Und besonders stolz waren natürlich die Auszubildenden, deren Engagement einen breiten öffentlichen Zuspruch fand.
Das gesamte Projekt haben die Auszubildenden in einem ausführlichen Blog dokumentiert.
Kirchhoff-Auszubildende stellen das Unternehmen vor
Kirchhoff-Auszubildende stellen den Beruf des Werkzeugmechanikers vor
Fotos und Trailer: © Kirchhoff
Text: Ulrich Steden, Iserlohner Kreisanzeiger







