ZF erhält Leichtbau-Preis
Für sein Hybrid-Bremspedal bekam der Friedrichshafener Autozulieferer ZF den “Composite Innovations Award 2011″ der CFK Valley Stade Convention zuerkannt.
Zum fünften Mal trafen sich Anfang Juni 2011 im niedersächsischen Stade Ingenieure und Materialwissenschaftler aus aller Welt zur jährlichen „CFK Valley Stade Convention“. Dabei standen neben Simulation und Material die hohen Anforderungen an den Fertigungsprozess von Leichtbau-Konstruktionen im Mittelpunkt. Mit seinem Konzept eines Organoblech-Hybrid-Bremspedals traf ZF ins Schwarze und bekam den “Composite Innovations Award 2011″ der CFK Valley Stade Convention zuerkannt.
„Wir freuen uns, dass unser Konzept die Jury überzeugt hat, wie sich auch im sicherheitsrelevanten Bereich durch Leichtbau mehrfache Vorzüge verbinden lassen: Nutzen für die Umwelt und ein einfacherer Herstellungsprozess“, so Dr. Torsten Bremer, Leiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff der ZF-Division Fahrwerktechnik.
Mit einer aus Organoblech und Spritzguss gefertigten Leichtbaukomponente demonstrierten die Ingenieure der ZFDivision Fahrwerktechnik, wie sich ohne Einbußen bei der Belastbarkeit circa 50 Prozent des Gewichts einsparen lässt. Zugleich macht die ZF-Leichtbaukonstruktion zahlreiche Prozessschritte bei der Produktion überflüssig und gewährleistet so eine kostengünstige Herstellung.
Organobleche sind endlosfaserverstärkte, thermoplastische Kunststoffe, die sich durch hohe Festigkeit und Steifigkeit auszeichnen. Die ZF-Entwickler passten bei ihrer Konstruktion die Faserorientierung des Materials exakt an die Bauteilbelastung an.
Auf diese Weise bringt das Hybrid-Bremspedal nur 355 Gramm auf die Waage, circa 50 Prozent weniger als ein herkömmliches Bremspedal aus Stahl. Zudem lässt es sich einfacher, das heißt in weniger Prozessschritten, herstellen als konventionelle Pedale. Das von ZF eingesetzte Material ist zudem voll Recycling-fähig.

Organoblech-Hybrid-Bremspedal von ZF. - Bild: ZF







