Daimler ruft die “Mercedes-Dekade” aus
Daimler-Chef Dieter Zetsche will die kommenden Jahre zu einer “Mercedes-Dekade” machen und trotz wirtschaftlicher Turbulenzen den Führungsanspruch des Unternehmens untermauern.

Die Stuttgarter fühlen exzellent auf die Zukunft vorbereitet - und Daimler-Chef Dieter Zetsche freut sich, die nächste Dekade gemeinsam mit allen Mitarbeitern zu einer "Mercedes-Dekade" zu machen. - Bild: Daimler
Das macht Zetsche in einem neuen Brief an die Belegschaft klar, der der Fachzeitschrift “Automotive News Europe” vorliegt. Das Säbelrasseln im Kampf um die Automobilkrone im Premiumsegment geht also weiter.
“Das erste Jahrzehnt nach dem 125. Geburtstag des Automobils wird unserer Industrie viele Neuerungen bringen. Wir sind exzellent darauf vorbereitet – und wir freuen uns, die nächste Dekade gemeinsam mit Ihnen zu einer “Mercedes-Dekade” zu machen”, schreibt Zetsche in dem Schreiben, der von ihm selbst und den übrigen Vorstandsmitgliedern von Mercedes-Benz-Cars unterzeichnet ist.

Dr. Dieter Zetsche: "Bis 2020 wird die globale Automobilnachfrage deutlich schneller wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt." - Bild: Daimler
Langfriststrategie “Mercedes-Benz 2020″
Manches spreche dafür, dass sich einige Märkte in den kommenden Monaten abschwächen könnten. “Auf diese Möglichkeit sind wir eingestellt”, betonte Zetsche. Der entscheidende Punkt sei, dass das Unternehmen mit “Mercedes-Benz 2020″ über eine Langfriststrategie verfüge: “Ihr Planungshorizont ist nicht das nächste Quartal, sondern das gesamte Jahrzehnt – und hier sind sich die Experten einig: Bis 2020 wird die globale Automobilnachfrage deutlich schneller wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt.”
Ausbau der Produktpalette
Zetsche präzisierte in dem Brief die Produktstrategie seines Konzerns: “In den kommenden vier Jahren werden wir unsere Produktpalette um zehn zusätzliche Modelle erweitern. (…) Wir werden am oberen Ende des Modellspektrums wachsen, beispielsweise mit zusätzlichen Varianten der nächsten S-Klasse, einem weiteren SUV, aber auch mit Modellen wie dem CLS Shooting Break.”
Zetsche legt das Absatzziel ganz hoch
Zugleich bekräftigte die Konzernspitze das Ziel, man wolle bis “spätestens bis zum Ende dieses Jahrzehnts auch beim Absatz die Nummer Eins im Premium-Segment sein. (…) In Summe wollen wir bereits 2014 – ein Jahr früher als bisher geplant – das Etappenziel von 1,5 Millionen verkauften Mercedes-Benz Pkw erreichen. 2015 sollen es dann 1,6 Millionen sein”, heißt es in dem Brief weiter.
Allerdings werde bewusst keine Absatzzahl für 2020 genannt: “Eine so langfristige Prognose wäre nicht belastbar und ein Wettstreit nach dem Motto “Wer bietet mehr?” erst recht nicht seriös”. Daher wählte das Mercedes-Management eine andere Formulierung: “Was immer gegen Ende des Jahrzehnts die relevante Absatzzahl sein wird, wir wollen auch hier den Spitzenplatz.”
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dpa/kru






