Ford will 7.000 neue Stellen schaffen
Der US-Autobauer Ford will ein Zeichen für Wachstum setzen und plant, in den USA 7.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Alan Mulally geht nicht vom Rückfall in eine neue Rezession aus, sondern von weiterem Wachstum und will neue Arbeitsplätze schaffen. - Bild: Ford
Ford-Chef Mulally geht von weiterem Wachstum aus und will die Expansion des Konzerns weiter vorantreiben. Wie das “Handelsblatt” (Dienstag) berichtet, plant Mulally die umfangreiche Personalaufstockung im Heimatmarkt des Autobauers in den nächsten zwei Jahren.
Mulally setzt voll auf Wachstum
Mit Blick auf die US-Konjunktur zeigte sich der oberste Lenker des Autobauers aus Dearborn optimistisch. Er gehe nicht von dem Rückfall in eine neue Rezession aus, sondern von weiterem Wachstum. In China und Indien wolle Ford mit seiner Expansion nicht nachlassen, auch wenn sich hier das Wirtschaftswachstum verlangsame, fügte Mulally hinzu.
Auf dem Heimatmarkt leidet Ford seit Jahrzehnten unter dem Niedergang der Premiummarken Lincoln und Mercury. Im Zuge der Sanierung hatte sich Mulally entschieden, Mercury aufzugeben und alle Kraft auf Lincoln zu konzentrieren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte er den Marktanteil in den USA aber nur marginal von 0,6 auf 0,7 Prozent steigern. Dominiert wird das Segment von Mercedes, BMW und Lexus. GM kommt mit Cadillac gerade mal auf 1,2 Prozent.
Um nach dem Höhenflug von 2010 nicht in einem neuen Tief zu versinken, braucht Mulally nun dringend positive Nachrichten. Bis zum Jahr 2015 will er den Absatz weltweit um sagenhafte 50 Prozent steigern – ein Ziel, das Branchenkenner als “ausgesprochen ehrgeizig” bezeichnen.
Schwierige Verhandlungen mit der US-Gewerkschaft
Um das Ziel zu erreichen, muß allerdings auch der schwelende Konflikt mit der mächtigen US-Gewerkschaft UAW gelöst werden. Während Konkurrent GM bereits eine Einigung erzielen konnte, ziehen sich die Verhandlungen zwischen Ford und der UAW weiter hin.
Die Stundenlöhne, mit denen Arbeiter bei Ford anfangen, wurden im Zuge der Sanierung von rund 30 Dollar auf etwa 15 Dollar halbiert. Diese Tarife zu verteidigen, während Ford nun wieder schwarze Zahlen schreibt, wird nicht einfach werden. Eine Einigung liegt noch in weiter Ferne.
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Handelsblatt/FTD/kru






