GM sieht sich mit neuem Tarifvertrag gut gerüstet
Dem US-Autobauer General Motors wird mit dem neuen Tarifvertrag ausreichend Spielraum zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen bleiben.

Dan Akerson: Der neue Tarifvertrag wird die stabile Finanzsituation von GM sichern. - Bild: GM
Selbst wenn die Absatzzahlen wieder auf Tiefststände sänken wie in der jüngsten Rezession, werde der Automobilkonzern auf dem Heimatmarkt profitabel sein, sagte CEO Dan Akerson am Mittwoch.
Vor anderthalb Wochen hatten GM und die Gewerkschaft United Auto Workers sich auf einen neuen Tarifvertrag mit vierjähriger Laufzeit geeinigt, der unter anderem höhere Stundenlöhne für die unteren Lohngruppen und Abfindungen für teurere, ältere Arbeiter vorsieht. Nach Angaben der UAW haben rund zwei Drittel ihrer Mitglieder dem Vertrag zugestimmt. Damit ist er gültig.
Tarifvertrag sichert stabile Finanzsituation von GM
Der neue Tarifvertrag sichert nach Angaben von Akerson die in den vergangenen zwei Jahren erreichte stabile Finanzsituation von General Motors. Der Autohersteller behalte freie Mittel, um in neue Produkte und Technologien zu investieren.
Nach der Vereinbarung werden die Personalausgaben von GM in diesem Jahr um 175 Millionen US-Dollar steigen, wobei allein 90 Millionen US-Dollar für Abfindungsmaßnahmen anfallen könnten. 2012 und 2013 sind jeweils 20 Millionen US-Dollar für Abfindungen vorgesehen.
Bis zu 17.000 langjährigen, teuren Mitarbeitern werden Abfindungen von bis zu 75.000 US-Dollar angeboten, wenn sie das Unternehmen verlassen. Dafür will GM ein Werk in Tennessee wiedereröffnen und dort 6.400 neue Stellen mit Einstiegslöhnen schaffen. Auf insgesamt fünf Milliarden US-Dollar beliefen sich im vergangenen Jahr die Lohnkosten der in der UAW organisierten Arbeiter bei GM.
Teil der Lohnzahlungen orientieren sich am Unternehmenserfolg
2014 – wenn die mit den ausscheidenden Arbeitern verbundenen Vorteile für den Konzern ausgelaufen sind – könnten sich die Lohnkosten für die in der UAW organisierten Arbeiter um mehr als 100 Millionen US-Dollar erhöhen. Abhängig ist das vom Erfolg des Unternehmens, an dem sich künftig ein Teil der Lohnzahlung orientiert. Der Tarifvertrag binde die Löhne aller Mitarbeiter enger als jemals zuvor an das Ergebnis des Konzerns, sagte Akerson: “Das ist gut so.”
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Dow Jones Newswires/kru






