Lanxess bekräftigt Prognose für 2011
Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat trotz bestehender Unsicherheiten seine Anfang August erhöhte Prognose bekräftigt.
“Wir werden wie angekündigt unser Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen im Gesamtjahr um rund 20 Prozent steigern”, sagte Konzernchef Axel Heitmann am Mittwoch in Düsseldorf.
Die Nachfrage nach Kautschuken unter anderem für Winterreifen sei anhaltend stark. Auch das dritte Quartal verlaufe “sehr gut”. Es werde über dem Vorjahreswert liegen. Im dritten Quartal 2010 hatten die Leverkusener ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 244 Millionen Euro und im gesamten Vorjahr 918 Millionen Euro erwirtschaftet.
Lanxess erwartet wegen der im kommenden Jahr in Kraft tretenden EU-Kennzeichnungspflicht für Reifen einen Nachfrageboom nach Hochleistungs-Kautschuk. Schon jetzt reagierten die Reifenhersteller und böten an den neuen Standards orientierte Winter- und Sommerreifen an. Lanxess habe seine Produktionskapazitäten für diese Kautschuke an den Standorten Dormagen (Deutschland), Cabo (Brasilien), sowie Port Jerome (Frankreich) deutlich erhöht, sagte Heitmann. Zudem werde derzeit ein neues Werk in Singapur geplant.Dort sollen rund 200 Millionen Euro investiert werden. Diese Anlage werde 2015 in Betrieb gehen.
Leichtbau als neues Geschäftsfeld
Auch durch den Trend zum Leichtbau verspricht sich Lanxess neues Geschäft. Leichter Kunststoff biete beispielsweise im Automobilbau viele Anwendungsmöglichkeiten. Derzeit entfielen etwa in Europa rund 15 Prozent des Fahrzeuggewichts auf Kunststoffteile. Lanxess erwartet vor allem wegen des Trends zum Elektroauto in naher Zukunft einen Anstieg dieses Anteils auf 25 Prozent. Denn das hohe Gewicht der Batterien müsse an anderer Stelle kompensiert werden, um genügend Reichweite zu erzielen.
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dpa-AFX/kru






