Lexus will keinen Kampf mit deutschen Konkurrenten
Die Toyota-Nobelmarke Lexus schaut wenig auf die deutschen Konkurrenten Audi, BMW und Mercedes-Benz.

Andy Pfeiffenberger: "Schon aufgrund der Verkaufszahlen sind wir nicht mit den drei großen deutschen Premiumherstellern vergleichbar." - Bild: Lexus
“Dass wir nicht zu den traditionellen Premiumherstellern gezählt werden, macht mir ehrlich gesagt nichts aus”, sagte Lexus-Europachef Andy Pfeiffenberger am Rande der Automesse IAA in Frankfurt. “Wir führen keinen Kampf mit anderen Premiumherstellern, sondern wir kämpfen um unsere Kunden.”
Den deutschen Markt will Pfeiffenberger aber nicht den heimischen Anbietern allein überlassen. “Allerdings richten wir unser Augenmerk eher auf Privatkunden als auf Flotten.”
Augenmerk auf Privatkunden
Schon aufgrund der Verkaufszahlen sei Lexus nicht mit den drei großen deutschen Premiumherstellern vergleichbar, sagte Pfeiffenberger. Lexus verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 400.000 Fahrzeuge – die drei deutschen Hersteller setzten jeweils mindestens eine Million Wagen ab.
In Europa kam Lexus 2010 nur auf einen Absatz von 30.000 Stück. In diesem Jahr sollen die Verkäufe trotz der Rückschläge nach dem katastrophalen Erdbeben und Tsunami im März in Japan auf 40.000 bis 45.000 Wagen wachsen. 2007 hatte Lexus schon einmal 50.000 Autos in Europa ausgeliefert. Mittelfristig haben sich die Japaner bis zu 85.000 Wagen vorgenommen. Damit solle der Marktanteil von Lexus im Premiumsegment auf rund 3 Prozent verdoppelt werden.
Premiumsegment wird von den drei Deutschen beherrscht
Das Segment ist in den vergangenen Jahren immer mehr gleichbedeutend mit den drei deutschen Herstellern Audi, BMW und Mercedes-Benz geworden. Frühere Wettbewerber gerieten ins Hintertreffen. Volvo sowie Jaguar und Land Rover sind nach der Herauslösung aus dem Ford-Konzern auf der Suche nach einer Strategie unter den neuen Eignern aus China und Indien. Saab steht kurz vor dem Aus. Die Nissan-Nobelmarke Infiniti sucht den engeren Schulterschluss mit Mercedes, um sich breiter aufzustellen.
Da die Wagen für den europäischen Markt komplett aus Japan kommen, waren auch die deutschen Händler stark von den Produktionsausfällen betroffen. “Das waren sehr schwierige Monate”, sagte Pfeiffenberger. Im Juni und Juli hätten die Händler fast keine Fahrzeuge mehr auf Lager gehabt. Mit dem Hochlaufen der Produktion kämen jetzt aber wieder Neuwagen nach Europa.
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dpa-AFX/kru






