ÖkoGlobe Preisverleihung 2011
Neun Ehrungen und ein Antipreis: In Karlsruhe wurde am vergangenen Dienstag der internationale Umweltpreis ÖkoGlobe verliehen.

In Karlsruhe ist am Dienstag der internationale Umweltpreis ÖkoGlobe verliehen worden. Maria-Elisabeth Schaeffler, Dr. Klaus Engel und Prof. Dr. Peter Weibel (v.l.n.r.) - Bild: DEVK Schmitt
Die Gewinner des ÖkoGlobe 2011 stehen fest. Fünf Autobauer sowie vier Mobilitätsdienstleister und Zulieferunternehmen wurden am Abend des 6. September im Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie für ihre Innovationen zur nachhaltigen Mobilität ausgezeichnet. Vor 130 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gingen die begehrten Auszeichnungen an Daimler, BMW, Ford, Opel, Peugeot, Evonik sowie Continental, AirBerlin und Verbio.

Dr. Klaus Draeger, BMW Entwicklungsvorstand, erhält den ÖkoGlobe für die weltweit erstmals serienmäßig produzierte Karbon-Karosserie. - Bild: DEVK Schmitt
Zum fünften Mal hatte das ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE) die international anerkannten Umweltpreise ausgelobt. 78 Vorschläge gingen in den neun Kategorien ein. Beherrschende Themen waren diesmal Elektromobilität und Leichtbau. “Nur wer Positives und Negatives nennt, ist glaubwürdig”, betont der Aktionskünstler und ÖkoGlobe-Gründer HA Schult. “Die sieben Juroren haben sich dabei ihre Entscheidungen nicht leicht gemacht“”, so Jury-Vorsitzender Dr. Ferdinand Dudenhöffer. “Während die ÖkoGlobes für große Anstrengungen bei Nachhaltigkeits-Innovationen stehen, weist die grüne Zitrone auf falsche Entwicklungen hin.”
Fünf Autobauer, vier Zulieferer und Dienstleister bekamen am Abend im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) die vom Aktionskünstler HA Schult gestaltete Weltkugel für ihre umweltfreundlichen Projekte und Produkte. Preisträger sind unter anderem BMW für seine weltweit erstmals serienmäßig produzierte Karbon-Karosserie sowie Opel für sein Elektrofahrzeug Ampera. Prämiert wurden weiter Peugeot für ihren Dieselhybrid, und Ford für den Elektrotransporter.
Bei den Mobilitätsdienstleistern wurde Daimler für ein Bussystem ausgezeichnet, bei dem Busse in Entwicklungsländern feste Routen in kurzen Abständen abfahren. Das Chemieunternehmen Evonik bekam den Globe für ein extrem sparsames Elektrofahrzeug-Modell.
Grüne Zitrone für Audi
Neu bei den ÖkoGlobes ist in diesem Jahr erstmals die Grüne Zitrone: Mit dem Antipreis für ökologisch falsche Entwicklungen wurde der Autohersteller Audi abgewatscht für sein Modell A1 Clubsport Quattro. Der turbostarke Motor mit 503 PS mache im “normalen Straßenverkehr überhaupt keinen Sinn”, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Der Preis für die "Persönlichkeit des Jahres" ging an Maria-Elisabeth Schaeffler (im Bild links mit Prof. Dudenhöffer und HA Schult). - Bild: DEVK Schmitt
Der Preis für die “Persönlichkeit des Jahres” ging an die Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe, Maria-Elisabeth Schaeffler für ihre beeindruckenden unternehmerischen Leistungen sowie ihr kulturelles und soziales Engagement.
Der ÖkoGlobe wird nach ökologischen Kriterien an die Automobilindustrie und ihre Zulieferer vergeben und von den DEKV Versicherungen, dem ACV Automobil-Club Verkehr sowie dem ÖkoGlobe-Institut in Duisburg verliehen. Die Auszeichnung geht auf eine Idee von HA Schult zurück.
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dpa/kru






