Peugeot stimmt auf Stellenstreichungen ein
Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen will mit einem fokussierten Sparprogramm einem etwaigen konjunkturellen Abschwung begegnen.

Philippe Varin: Eine gleichmäßige Umsetzung der Sparmaßnahmen ist zuletzt nicht wie geplant gelungen. - Bild: PSA
Peugeot-Citroen verfolge weiter den bisherigen Sparplan, nach dem die Kosten zwischen 2010 und 2012 um 3,7 Milliarden Euro reduziert werden sollen, sagte CEO Philippe Varin am Dienstag auf der IAA in Frankfurt. Jetzt gehe es aber verstärkt um die Senkung der Fixkosten. Auf Stellenabbau muss sich die Belegschaft des Konzerns einstellen.
Der Automanager räumte ein, dass eine gleichmäßige Umsetzung der Sparmaßnahmen zuletzt nicht wie geplant gelungen sei. In der ersten Jahreshälfte drückte der Konzern seine Kosten um 308 Millionen Euro, geplant waren allerdings 550 Millionen Euro.
Werksschließungen sind nicht geplant
Varin hatte sich in der Zeitung “Le Figaro” (Dienstag) bereits zu den Sparplänen geäußert, nannte auf der Messe aber weitere Details. So wird der Konzern auch Stellen abbauen. Der Firmenchef merkte aber an, dass rund zehn Prozent des Personals Leiharbeiter seien. Angesichts der unsicheren Marktaussichten sei bisher noch unklar, wie sich der begonnene Sparplan tatsächlich entfalten werde. Eine Schließung französischer Werke zum Abbau von Kapazitäten sei bisher aber nicht geplant.
Laut Varin befindet sich Peugeot-Citroen aktuell in einer besseren Situation als zum Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2008. Damals habe der Konzern die Produktion trotz beginnender Rezession zu lange unverändert weitergefahren und dann auf staatliche Hilfsprogramme verlassen. Auch finanziell stehe der Konzern solide da: Bei Barmitteln von sieben Milliarden Euro komme Peugeot-Citroen inklusive Kreditlinien auf eine Liquidität von elf Milliarden Euro.
Der deutsche Markt dürfte weiter wachsen
Am Ausblick für den europäischen Automarkt hält der Konzernchef unterdessen fest. Obwohl die Auftragslage aktuell besser sei als im Vorjahr, werde gegenüber 2010 nach wie vor mit einem Absatzrückgang um rund ein Prozent gerechnet. “Wir sind vorsichtiger, als noch vor einigen Monaten”, sagte Varin. “Um verantwortlich zu reagieren, müssen wir in Betracht ziehen, dass das Wachstum nicht so gut ausfallen könnte wie erwartet.”
Für den spanischen Automarkt geht er von 15 Prozent Rückgang im Gesamtjahr verglichen mit 2010 aus – nach einem Einbruch um 25% in der ersten Jahreshälfte. In Italien sei mit einem Rückgang um sieben Prozent und in Frankreich mit vier Prozent Minus zu rechnen. Der deutsche Markt dürfte dagegen um neun Prozent wachsen.
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Dow Jones Newswires/kru






