Porsche und VW auch in Deutschland verklagt?
Porsche und Volkswagen steht nach einem Magazinbericht auch in Deutschland eine Klage auf Schadenersatz wegen Marktmanipulation während der Übernahmeschlacht ins Haus.

In den USA werfen dIe Kläger der früheren Porsche-Chefetage um Ex-Vorstandschef Wendelin Wiedeking Täuschung vor. - Bild: dpa
Die Klage von mehreren Investoren sei beim Landgericht Braunschweig eingereicht worden, berichtete die “Wirtschaftswoche” am Freitag. Es gehe darin um Ansprüche von insgesamt 41 Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Staats- und Hedgefonds in Höhe von insgesamt knapp 1,1 Milliarden Euro.
Ein Sprecher des Landgerichts wollte zum Eingang der Klage keinen Kommentar abgeben. Das Gericht könne grundsätzlich Klagen erst bestätigen, nachdem sie den Parteien zugestellt seien, sagte er.
Unternehmen kennen keine Klage
Volkswagen und Porsche erklärten, den Unternehmen sei bislang keine Klage gerichtlich zugestellt worden. Die angeblich erhobenen Forderungen seien auch nicht der Auslöser für die Mitteilung vom Vorabend. Damit hatten die Autobauer ihre Fusionspläne vorerst auf Eis gelegt. Die ursprünglich noch 2011 geplante Verschmelzung sei wegen rechtlicher Hürden zur Bewertung der Risiken in diesem Jahr nicht mehr umsetzbar, hieß es zur Begründung.
Die “Wirtschaftswoche” schrieb dagegen, die Klage beim Landgericht Braunschweig sei Auslöser für die Aussetzung der Fusion. Nach den darin erhobenen Vorwürfen soll Porsche Anleger um knapp 1,1 Milliarden Euro geschädigt haben. Volkswagen sei als Mitwisser ebenfalls für den Schaden haftbar zu machen.
Zehn der Investoren kommen aus Deutschland, 18 aus dem übrigen Europa, weitere zehn aus den USA. Den Autobauern werden Marktmanipulation und unterlassene Ad-hoc-Mitteilung im Rahmen der gescheiterten Übernahme des VW-Konzerns durch Porsche vorgeworfen.
Milliardenforderungen in den USA
In den USA fordern zudem mehrere Investmentfonds Schadenersatz von Porsche in Milliardenhöhe. Die Kläger werfen der früheren Porsche-Chefetage um Ex-Vorstandschef Wendelin Wiedeking Täuschung vor. Der Ausgang ist noch völlig offen. Außerdem ermittelt in Deutschland die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Wiedeking und den früheren Finanzchef Holger Härter. Die Justizbehörde hatte schon im Februar mitgeteilt, dass die Ermittlungen nicht mehr vor Ende 2011 abgeschlossen werden könnten.
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dpa/kru






