Siemens erprobt Elektroautos als Dienstwagen
Der Siemens-Konzern testet in Berlin ein Jahr lang die Alltagstauglichkeit von Elektroautos.

Mit zwölf umgebauten Opel Agila wird Siemens die Elektromobilität im Alltagseinsatz erproben. - Bild: Opel
Dazu wurden am Dienstag zwölf umgebaute Opel Agila in Betrieb genommen. Mehr als 100 Siemens-Mitarbeiter sollen die Fahrzeuge für Dienstfahrten zwischen den Berliner Siemens-Standorten abwechselnd nutzen. Dabei wolle das Unternehmen Erfahrungen mit Batterien und der Nutzung von Ladestationen sammeln, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Mobilität und Logistik in der neuen Siemens-Sparte Infrastruktur und Städte, Sami Atiya.
Für das Projekt wurde jedes Auto mit einem Bordcomputer ausgerüstet. Es zeigt den Ladezustand der Batterie an, die aktuelle Reichweite und wie lange das Fahrzeug reserviert ist. Eine Leitzentrale verfolgt den Weg der Autos und kann die Fahrer mit Satellitennavigation zum nächsten freien Parkplatz mit Lademöglichkeit führen. Miete, Parkgebühren und Ladekosten werden automatisch abgerechnet.
Der Berliner Feldversuch ist die dritte Phase des Pilotprojekts “For Sustain- Electromobility”, das Siemens im November 2010 ins Leben rief. In Phase 1 wurden in München und Erlangen 20 Mitarbeitern E-Autos zur privaten Nutzung überlassen. In Phase 2 wurden zwei Prototypen mit 800-Volt-Antriebsstrang entwickelt – eine besonders hohe Spannung zur Erprobung der Ladeleistung.
E-Mobilität als Teil eines vernetzten Verkehrssystems
Insgesamt investiert Siemens rund 20 Millionen Euro in das Pilotprojekt; rund 40 Prozent werden öffentlich gefördert. Parallel hatte Siemens in Berlin 2010 sechs batteriebetriebene Smarts als Dienstwagen in Betrieb genommen.
Ziel solcher Projekte sei es, die Mobilität in Städten “wesentlich effizienter und vor allem umweltschonender zu machen”, sagte Atiya. Die gemeinschaftliche Nutzung der E-Autos werde künftig Teil eines vernetzten städtischen Verkehrssystems mit U-Bahn, Bus und Tram sein.
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dpa/kru






