BMW erweitert Leipziger Werk für E-Autos
Der Münchner Autobauer BMW steuert mit Vollgas auf eine neue Ära zu. An diesem Mittwoch ist Richtfest im BMW Werk Leipzig.

Das Werk Leipzig wird derzeit für die Produktion von Elektroautos erweitert, wo ab 2013 der i3 und i8 in Serie vom Band gehen sollen. - Bild: BMW
Millioneninvestition in Werkserweiterung
In die Werkserweiterung steckt BMW nach eigenen Angaben 400 Millionen Euro und schafft 800 neue Arbeitsplätze. Der Konzern setzt im Wettstreit um den Zukunftsmarkt der alternativen Antriebe auf eine komplette Neuentwicklung.
Das neue E-Mobil soll superleicht werden. Der Grundstoff für die im Vergleich zu Aluminium oder Stahl deutlich leichtere Carbonfaser-Karosserie kommt aus den USA. Er wird dann in Wackersdorf und Landshut weiterverarbeitet. In Leipzig soll das E-Mobil dann montiert werden.
Aktuell werden in Leipzig mehrere BMW 1er-Modelle sowie der kompakte Geländewagen X1 produziert. Die Kapazität liegt bei 740 Autos pro Tag. Auf dem Werksgelände arbeiten derzeit rund 5200 Menschen.
Leipzig liefert Teile für China
Neben der eigenen Produktion ist das Leipzig wichtiger Lieferant von Teilen für die BMW Werke im chinesischen Shenyang und im südafrikanischen Rosslyn. Die Deutsche Bahn-Tochter Schenker hat dafür eigens auf dem Geländes des stillgelegten Quelle-Versandzentrums ein Logistikzentrum gebaut und 600 Arbeitsplätze geschaffen.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres verkaufte der Konzern weltweit 1,2 Millionen Autos und steigerte den Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent. Übers Gesamtjahr peilt BMW einen Rekordabsatz von 1,6 Millionen Fahrzeugen an.
VW-Konzern ebenfalls in Sachsen vertreten
In Sachsen produzieren neben BMW auch Volkswagen und Porsche. Der Sportwagenbauer will hier ebenfalls ab 2013 den kleinen Geländewagen Cajun bauen. Es werden 500 Millionen Euro investiert und noch einmal 800 Arbeitskräfte gesucht. In der Branche arbeiten im Freistaat rund 70.000 Beschäftigte, davon etwa 60.000 bei Zulieferern, Dienstleistern und Ausrüstern. Davon gibt es im Freistaat rund 750 Betriebe.
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dpa-AFX/kru






