Forum Graz 2011: Ausblick auf die E-Mobilität in Österreich

20.10.2011, 19:38 Uhr

Über Elektromobilität in Österreich spricht Wolfgang Pell, Chief Research Officer der Verbund AG in Graz.

Wolfgang Pell

Wolfgang Pell: "Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Was interessiert den Anwender?

Pell spricht vor dem Grazer Publikum über das Funktionieren des Gesamtsystems Elektromobilität. Um das Ziel, das sich “Austrian Mobile Power” für 2020 gesetzt hat, über 200.000 Fahrzeuge in Österreich zu bewegen, bedarf es gewisser Rahmenbedingungen. In der der deutschen Nationalen Plattform Elektromobilität vergleichbaren Austrian Mobile Power sind 17 Unternehmen getaktet, die in verschiedenen Bereichen unterwegs sind.

Bearbeitet werden darin 22 Arbeitspakete. Man beobachtet dort die Modellregionen und fördere einen intensiven Austausch der Beteiligten, so Pell. Mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit wolle man die “Faszination Elektromobilität” den Menschen näherbringen.

Pell betont in seinem Vortrag, dass E-Mobilität nur im engen Kontakt mit den jeweiligen Gremien erfolgen könne. Im Mittelpunkt stehe dabei  immer die Frage: “Was interessiert den Anwender?”

Pell zeigt diesbezüglich, wie die so genannten Bedürfniscluster aussehen. Vier Punkte hebt der Ingenieur im Rahmen seiines Vortrags  besonders hervor:

  • Komfort – das heißt, es darf das Bedienen, Beladen und Betanken nicht zu einer Reduktion des Komforts führen.
  • Green Warrenty – Strom muss aus regenerativen Quellen kommen.
  • Infrastruktur – Die Ladeinfrastruktur muss sichergestellt sein.
  • Investitionssicherheit – in einer Phase der Unsicherheit, wie sich etwa die Kosten entwickeln, sei es ein Gebot der Stunde, den Kunden zu unterstützen.

Wenn man keine Akzente am österreichischen Markt setze, seien laut einer Untersuchung im Jahre 2030 gesamt rund 14.300 Beschäftigte elektromobilitätsbegründend unterwegs, wie Pell auf dem Forum Graz schildert. Ein Best-Case-Szenario einer Fraunhofer-Studie besage, dass es 23800 direkte Arbeitsplätze sein könnten. Voraussetzung hierfür sei freilich eine entsprechende Unterstützung der öffentlichen Hand. Laut eines PWC-Szenarios könne überdies gezeigt werden, dass für einen Pendler, der jährlich etwa 25000 Kilometer fahre, 2015 ein Break-Even in puncto TCO (Total Cost of Ownership) erreicht werden könne.

Zu den Inhalten der laufenden Referate folgen aktuelle, kurze Sondermeldungen im weiteren heutigen und morgigen Tagesverlauf – exklusiv auf www.automobil-produktion.de

G. Fuchslocher

 

 

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