Forum Graz 2011: Fords Gleichteile- und Zukunftsstrategie
Wie Ford seine Produkte künftig vernetzt, erzählt Steffen Knapp, Generaldirektor Ford Österreich, auf dem Grazer Kongress dem interessierten Publikum. Er meint: Sprachsteuerung ist ein wichtiges Tool, um die Fahrsicherheit weiter zu erhöhen.

Steffen Knapp: "Ford will trotz einer weiter diversifizierten Modellauswahl die Zahl der Modell-Bezeichnungen von heute 59 auf künftig 25 weiter reduzieren."
Steffen Knapp, Generaldirektor Ford Österreich, erklärte den Grazer Kongressteilnehmern, welche Auswirkungen der Plan ONE FORD auf die aktuellen Veränderungen bei dem US-Hersteller hatte. Darüber hinaus zeigte er die Basis-Prinzipien von Ford auf: Drive Quality, Drive Green, Drive Safe und Drive Smart. Benchmark im Bereich Fahrwerk zu sein und hochwertige Innenräume in den Fahrzeugen zu haben, das gehört beides etwa zum ersten Punkt und steht in dieser Hinsicht oben auf der Ford-Agenda.
Zudem gehe es aufgrund der konzerneigenen weltweiten Plattformstrategie um eine weitere Reduktion der Modell-Bezeichnungen. Von vormals 97 hat Ford diese mittlerweile auf 59 reduziert. Langfristziel sind nur noch 25 Bezeichnungen. 80 Prozent Gleichteileanteil pro Plattform sollen dennoch zugleich weiterhin eine weitere Diversifizierung bei der Modellauswahl ermöglichen.
Verbrauch und CO2 Ausstoss senken
Auch um Drive Green zu erreichen, sei man auf einem guten Weg, meint Knapp. In Österreich seien bereits 13 Ford-Modelle mit einem Verbrauch von unter fünf Litern Kraftstoff verfügbar; hinzu kommen künftig ein Fiesta und ein Focus mit jeweils unter 90 Gramm CO2-Ausstoss pro Kilometer. Hybrid- und Batterie-Fahrzeuge sollen oder ergänzen bereits das Markenprogramm.
Im Bereich Drive Smart ist aus Ford-Sicht beispielsweise das Thema Sprachsteuerung wichtig, um die Fahrersicherheit weiter zu erhöhen: Denn dann muss er/sie zur Bedienung von Navigation, Musik oder Telefon nicht mehr die Hände vom Lenkrad nehmen. Bereits heute erkennt das System bereits 10.000 Befehle in 19 Sprachen. Sogar Unterscheidungen zwischen den verschiedenen englischen Sprachräumen (USA, Kanada, Australien, Großbritannien) seien möglich, so Knapp.
Auch für den Aspekt Safety setze Ford laut Knapp massiv auf Fahrerassistenzsysteme und weitreichende sensorbasierte Anwendungen – bis hin zur aktiven Bremshilfe/Notbremssystem.
Mit dem auf der IAA vorgestellten Evos Concept will Ford weiteres Neuland betreten. Künftig soll das Fahrzeug an die Cloud gekoppelt werden und alle wichtigen Daten und Informationen auch über den Fahrer sowie dessen Präferenzen (Gesundheitszustand/Musikgeschmack/Vorlieben für Strecken etc.) vernetzen, vorhalten und dessen/deren Bedürfnisse tatsächlich ‘er’-kennen.
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Andreas Gottwald





