Nissan drängt auf den brasilianischen Automarkt
Der japanische Automobilkonzern Nissan investiert im großen Stil im Boommarkt Brasilien und plant den Bau einer neuen Produktionsstätte.

Carlos Ghosn will in Brasilien auch mit Nissan kräftig wachsen. - Bild: Renault
Wie Renault-Chef Carlos Ghosn am Donnerstag mitteilte, wird das Unternehmen für knapp 1,1 Milliarden Euro das erste Werk des Konzerns im Großraum Rio de Janeiro errichten. In der neuen Produktionsstätte sollen ab 2014 jährlich rund 200.000 Fahrzeuge vom Band rollen.
Brasilien bedeutet Wachstum für Autobauer
Die Investition sei der Beginn einer neuen Ära für Nissan in dem südamerikanischen Land, sagte Ghosn. Brasiliens robustes Wachstum und seine Bedeutung als Schwellenland hätten zu der Entscheidung geführt. Bis 2016 sollen dort 10 neue Modelle auf den Markt kommen.
Nissan und sein strategischer Partner Renault haben ihre Präsenz in den sogenannten “BRIC”-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Mittlerweile produziert die Renault-Nissan-Allianz in diesen Ländern 1,2 Millionen Einheiten im Jahr.
Renault erkennt Bedeutung des Südamerika-Marktes
Renault hält demnach in Brasilien bisher einen Marktanteil von 5,1 und Nissan von knapp einem Prozent. Renault hat seine Produktion in Brasilien erst 1998 aufgenommen und vor allem mit den Einsteiger-Modellen der rumänischen Marke Dacia – Logan und Sandero – Erfolg. Renault will nach den Angaben künftig auch seinen Geländewagen Duster in Brasilien vermarkten.
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Dow Jones Newswires/kru





