Peugeot gibt Gewinnwarnung für 2011
PSA Peugeot Citroen hat eine Gewinnwarnung für das Jahresergebnis ausgesprochen und will nun die Kosten bis 2012 um weitere 800 Millionen Euro drücken.

PSA-Chef Philippe Varin muss sparen und gibt für das laufende Jahr eine Gewinnwarnung aus. - Bild: PSA
Grund für die schwache Ertragsentwicklung seien der Preiskrieg in Europa, Produktionsausfälle durch Unterbrechungen in den Lieferketten und zusätzliche Kosten als Folge des Tsunamis in Japan sowie höhere Rohstoffpreise, teilte der französische Automobilhersteller am Mittwoch mit.
Beschäftigungsabbau zur Kostensenkung
Die Einsparungen will PSA je zur Hälfte durch Reduzierung der Fixkosten inklusive Beschäftigungsabbau und niedrigere Beschaffungskosten realisieren. Das Sparpaket ergänzt ein bereits laufendes Programm.
Keine Steigerung im Ergebnis
Beim Betriebsgewinn der Automobilsparte erwartet Peugeot Citroen 2011 nunmehr ein ausgeglichenes Ergebnis und keine Steigerung mehr. 2010 hatte der Bereich operativ 621 Millionen Euro verdient. Der Cash-flow werde im laufenden Jahr zudem negativ ausfallen, zuvor hatte Peugeot von einem Wert nahe Null gesprochen.
Im dritten Quartal hat der nach Volkswagen zweitgrößte europäische Automobilproduzent den Gruppenumsatz um 3,5 Prozent auf 13,45 Milliarden Euro gesteigert, Analysten hatten im Konsens lediglich 13,25 Milliarden Euro erwartet. Die Einnahmen der Automobilsparte sanken hingegen um 1,6 Prozent, da 45.000 Wagen wegen fehlender Teile eines italienischen Zulieferers nicht produziert werden konnten.
Gestützt wurde der Gruppenumsatz durch die günstige Entwicklung der Zuliefertochter Faurecia SA, die Anfang der Woche einen Umsatzanstieg von 16 Prozent auf 3,79 Milliarden Euro berichtet hatte.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie von PSA Peugeot Citroen 40 Prozent verloren.
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Dow Jones Newswires/kru





