Renault-Chef sieht auch 2012 als Rekordjahr
Einem Medienbericht zufolge traut Renault-Chef Carlos Ghosn dem Automarkt auch im nächsten Jahr einen Absatzrekord zu, ein Abschwung ist nicht in Sicht.

Carlos Ghosn: Der Automarkt steuert 2012 auf einen Absatzrekord zu, allerdings bleibt Europa der größte Unsicherheitsfaktor. - Bild: Renault
Wie Ghosn im “Handelsblatt” (Freitag) feststellte könne allein die Euro-Schuldenkrise das Wachstum im kommenden Jahr gefährden. “Wenn es nicht zu einer wirtschaftlichen Katastrophe und einer Krise wie nach der Lehman-Pleite kommt, wird meiner Meinung nach 2012 wieder zu einem Rekordjahr für die Autohersteller, egal was Europa macht.”
2011 wird ein Rekordjahr für die Franzosen
Das laufende Jahr werde unabhängig vom Geschäft der kommenden beiden Monate auf jeden Fall mit einer Bestmarke enden, sagte Ghosn weiter, der zugleich Chef des japanischen Renault-Partners Nissan ist. Die europäischen Absatzziele der beiden Konzerne für das nächste Jahr will Ghosn mit Vorsicht festlegen: “Europa bleibt der größte Unsicherheitsfaktor.”
Für 2011 hat Renault ein Plus bei Umsatz und verkauften Fahrzeugen angekündigt. Im Vorjahr setzte der französische Hersteller 2,9 Millionen Einheiten ab und erlöste 39 Milliarden Euro. Nissan nannte Anfang des Jahres ein Absatzziel von 4,6 Millionen Fahrzeugen für das laufende Geschäftsjahr, das im März 2012 endet. Dies würde ein Plus von 9,9 Prozent zum Vorjahr bedeuten.
Milliardeninvestitionen in E-Mobilitat
Zuversichtlich äußerte sich Ghosn über die Marktchancen von Elektrofahrzeugen. Er rechne damit, dass China bald eine staatliche Förderung dieser Antriebstechnologie ankündigen werde.
Die beiden Konzerne hätten gemeinsam vier Milliarden Euro in Elektromobilität investiert. Nissan habe bis Ende September bereits 15.000 Modelle des stromgetriebenen Modells Leaf abgesetzt. Bis 2016 wollen Renault und Nissan laut Ghosn 1,5 Millionen stromgetriebene Fahrzeuge ausliefern.
Alle Beiträge zu den Stichworten Renault Nissan
Handelsblatt/kru





