Toyota will Yen-Stärke mit geringeren Kosten begegnen
Mit einer verbesserten Kostenstruktur in der Produktion wappnet sich der japanische Autobauer Toyota gegen die anhaltende Stärke des Yen.

Atsushi Niimi: Toyota wird seine Kostensenkungsbemühungen in den heimischen Werken verdoppeln und keine Produktionslinien ins Ausland verlegen. - Bild: Toyota
Statt wie die Konkurrenz Produktionslinien ins Ausland zu verlagern, verdoppele Toyota seine Kostensenkungsbemühungen in den heimischen Werken, sagte Toyota-Vizechef Atsushi Niimi im Interview mit Dow Jones Newswires. Weder sollen Produktionsstätten geschlossen werden, noch werde am Ausstoß von drei Millionen Fahrzeugen im Jahr gerüttelt, stellte Niimi klar.
Keine Verlagerung der Produktionslinien ins Ausland
Die japanische Währung erlebt derzeit einen Höhenflug. Im Vergleich zum Dollar steht der Yen derzeit bei 76,74 Yen. Die anhaltende Stärke der Währung belastet die stark exportorientierten japanischen Autohersteller. Eine Veränderung des Wechselkurses um einen Yen steigert oder schmälert den operativen Jahresgewinn von Toyota um 34 Milliarden Yen (314 Millionen Euro). Im laufenden Geschäftsjahr per Ende März peilt der Konzern ein operatives Ergebnis von 450 Milliarden Yen (4,2 Milliarden Euro) an.
Toyota versucht profitabel zu produzieren
“Selbst wenn der Dollar auf 75 Yen fällt, werden wir unser Möglichstes tun, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten”, sagte Niimi. Derzeit versucht das Unternehmen, mit der Restrukturierung der Produktion bei einem Yen-Level von 80 Yen profitabel zu arbeiten. Sollte der Yen-Wechselkurs wieder “normale” Regionen erreichen, werde Toyota der Konkurrenz durch die optimierten Produktionsprozesse klar voraus sein, prophezeit Niimi, der bei Japans größtem Autohersteller für die Produktion zuständig ist.
Im Rahmen der neuen Produktionsstruktur will Toyota in der Heimat verstärkt von seinem Technologie-Know-How profitieren und setzt zunehmend auf kleinere und höhere spezialisierte Fertigungsstraßen. Die großen Massen-Montagebänder sollen in kleinere und zugleich schlankere und kompaktere Einheiten aufgebrochen werden, führte Niimi aus. Zugleich sollen Überkapazitäten in der Motorenherstellung abgebaut werden.
Mit den Maßnahmen will das Unternehmen nicht den ungünstigen Wechselkursbedingungen begegnen, sondern will in Zukunft auch schneller auf Änderungen der Nachfragesituation und auf kürzere Produktzyklen reagieren können.
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Dow Jones Newswires/kru





